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Finnentrop, Finnentrop, 1. Dezember 2015

Ruhrverband registriert extrem hohe Werte für die Lenne

„Ausgeprägte Hochwassersituation“

Hochwasser in Rönkhausen und Bamenohl
Symbolfoto: Daniel Pauly
Angesichts der starken Regenfälle, die das Sturmtief „Nils“ weiter mit sich bringt, spricht der Ruhrverband von einer „ausgeprägten Hochwassersituation“. Die gilt auch in Orten der Gemeinde Finnentrop. Nach Angaben des Ruhrverbandes werde sich der ungewöhnlich hohe Wasserstand noch einige Zeit halten, der Pegel der Lenne aber nicht weiter steigen.

„Wir gehen davon aus, dass die Spitze erreicht ist. Der Wasserstand wird sich noch einige Zeit auf dem Niveau bewegen“, sagt Pressesprecher Thomas Rüdel auf Anfrage von LokalPlus. Der Ruhrverband misst die Werte von Lenne und Ruhr regelmäßig; aktuell deute sich an, dass die Kurven langsam abflachten. Zudem sage der Deutsche Wetterdienst für die nächsten Tage trockenes Wetter vorher.

An der Messstation in Rönkhausen betrage der Wasserstand durchschnittlich eine Höhe von rund 75 Zentimetern. Am Dienstagnachmittag stand der Pegel laut Rüdel auf 2,84 Metern. Die Kategorie „mittleres Hochwasser" gelte ab 2,61 Metern. Auch die Menge an durchfließendem Wasser liege in Rönkhausen um ein Vielfaches über dem Durchschnittswert: Circa 183 Kubikmeter Wasser rauschten am Nachmittag pro Sekunde an der Messstation vorbei und damit mehr als neunmal so viel wie gewöhnlich.

Auch für Bamenohl registriert der Ruhrverband extrem hohe Werte. der Pegel lag bei 3,53 Meter (Durchschnitt: 1,36 Meter), die Durchflussmenge des Wassers bei 131 Kubikmetern pro Sekunde (Durchschnitt: 10 Meter). Mit diesen Werten hat die Lenne auch in Bamenohl die bei Zahlen der Kategorie „mittleres Hochwasser" überschritten.

Die Werte aus Rönkhausen lassen sich hier aktuell verfolgen:
Ein Artikel von Sven Prillwitz

Bildergalerie: „Ausgeprägte Hochwassersituation“