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Finnentrop, Finnentrop, 15. Dezember 2015

Michael Hundold ist ausgebildeter Theaterpädagoge

Abschluss mit der Note 1

Michael Hunold (hinten rechts) ist jetzt ausgebildeter Theaterpädagoge.
Michael Hunold (hinten rechts) ist jetzt ausgebildeter Theaterpädagoge.
Michael Hunold, Leiter des „kinder-jugend- & kulturhauses“ in Finnentrop, hat seine Ausbildung als Theaterpädagoge beim BuT (Bundesverband der Theaterspieler) mit der Note 1 abgeschlossen.

Theater war schon immer eine Leidenschaft des 49-Jährigen. Bereits vor 20 Jahren entdeckte er während einer Regieassistenz für ein Kindertheaterstück seine Liebe zum Theater. Es folgten ein erster und dritter Platz beim Festival der Amateure des Kulturrings. Außerdem ist Michael Hunold seit über zehn Jahren Laudator beim Jugendkulturfestival des Kreisjugendrings als Fachmann für den Bereich Theater.

Doch er selbst wollte auch aktiv Theater initiieren. Daher belegte Michael Hunold einen Theaterworkshop bei der Rheinischen Arbeitsgemeinschaft Spiel und Theater in Köln. Es folgten Leitungen von Workshops an den Finnentroper Schulen, bei der VHS, im Mehrgenerationenhaus und natürlich in der offenen Jugendarbeit des kjk-Hauses. Hunderte Stunden Unterricht „Doch ich wollte auch eine fundierte Ausbildung haben“, so Michael Hunold. „Daher habe ich zwei Jahre lang neben meinem Beruf einen berufsbegleitenden Aufbaukurs an der Akademie ,off theater Neuss´ besucht“, so der frisch gebackene Theaterpädagoge. Nach einem über 600 Stunden umfassenden Grundlagenkurs absolvierte er hier nochmals 1100 Stunden Unterricht in Theorie und Praxis.

Von dem Ergebnis profitiert nun besonders die Finnentroper Grundschule profitieren. Hier hat Hunold die Leitung der Theaterwerkstatt im Rahmen des NRW Landesprojektes Kultur und Schule in Zusammenarbeit mit dem KJK übernommen. So wurde führte die dritte Klasse der Schule im Sommer im Rahmen von Hunolds Ausbildung das Stück „Der überaus starke Willibald“ auf. Jetzt sind die vierten Klassen gefragt. Elf Jungen und Mädchen haben sich vorgenommen, zum Schuljahresende im Sommer „Den Kleinen Prinzen“ auf die Bühne zu bringen. Daher steht immer dienstags in der fünften und sechsten Stunde eine Probe auf dem Stundenplan.

Dustin Geisweid aus Meggen steht Hunold bei diesem Projekt zur Seite. Der 19- Jährige ist Praktikant im kjk-Haus und hat auch schon ein wenig Theaterluft geschnuppert. „Es macht Spaß, so etwas mit den Kindern auf die Beine zu stellen“, sagt der junge Mann. Dabei gehe es nicht um Theater im klassischen Sinne mit dem Lernen von Texten und weitgehend identischen Bühnenaufführungen. Improvisation für das Verständnis „Für Kinder ist der ,Kleine Prinz´ nicht ganz einfach zu verstehen“, sagt Michael Hunold. „Daher haben wir den Text zunächst unterteilt in ,verstanden´ und ,nicht verstanden´. Anschließend wird der Text immer wieder gelesen. Aber es geht nicht darum, ihn wörtlich auswendig zu lernen, sondern zu spielen, was die Kinder berührt und was ihnen wichtig ist in der Szene. Improvisation ist daher ganz wichtig.“

Damit das dann auch bei der Vorführung klappt, gibt der Theaterpädagoge den Schülern eine ganze Menge Rüstzeug an die Hand. Verbindungsspiele, Körpersprache, aber auch eine Mitspracherecht bei der Kostümwahl, dem Bühnenbild und der Rollenauswahl. Die Kinder sollen das Stück als Ganzes leben und ihre eigenen Version und ihr Verständnis auf die Bühne bringen. Das Ergebnis wird im Sommer zu sehen sein.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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