Unimog hält Unkraut im Zaum

Mäheinsatz am Straßenrand dient der Sicherheit – 100 Euro Kosten pro Kilometer


 von s: Rüdiger Kahlke
© s: Rüdiger Kahlke

„Da wird schon wieder gemäht. Mit dem Geld könnte man auch was Sinnvolleres machen.“ Ein Gespräch beim Einkauf. Es geht ums Mähen an den Straßenrändern.


Und das ist für Percy Kreis, Leiter des Bauhofes der Stadt Drolshagen, kein Diskussionsthema. Gras und Strauchwerk an den Straßenrändern kurz zu halten ist für ihn „ein wesentlicher Aspekt der Sicherheit.“ Gerade an unübersichtlichen Stellen oder in Kurven könne durch hoch wachsendes Gras eine Verkehrsgefährdung entstehen. So sieht es auch Michael Overmeyer, Sprecher von Straßen NRW. „Für Lkw-Fahrer ist das kein Problem“, sagt er. Aber wenn in Einmündungsbereichen „das Gras 70, 80 Zentimeter hoch wächst, ist die Zufahrt nicht mehr einsehbar.“ Wenn nicht gemäht werde, mache sich Wildwuchs breit. Der wiederum bietet Kleintieren Lebensraum, die durch den Verkehr gefährdet werden. Bauhof-Chef Percy Kreis verweist zudem auf die Wasserführung. Deswegen werden auch die Bankette gemäht. Dichter Bewuchs könne den Abfluss des Wassers behindern. Das steht dann auf der Straße. Mögliche Folge: Aquaplaning.
Straßen NRW rückt im Sommer in der Regle zweimal mit Mähfahrzeugen an, um vor allen die außerörtlichen Straßen zu mähen. „Es kommt auf die Witterung an, ob wir zwei oder drei Durchgänge machen“, sagt Percy Kreis. Etwa 100 Kilometer Straßenrand müssen die Mitarbeiter des Bauhofes Drolshagen dabei jeweils abfahren. Gemäht werden kann mit dem Unimog in unterschiedlichen Breiten.
Kreis kalkuliert die Kosten auf etwa 100 Euro pro Kilometer. „Genaue Kennzahlen haben wir nicht“, räumt der Bauhof-Leiter ein. Und Michael Overmeyer hat die Erfahrung gemacht, dass es viel „häufiger Beschwerden gibt, dass nicht gemäht wird“. Aber die Zahl der Mähfahrzeuge und Fahrer ist begrenzt – auch aus Kostengründen.
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