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Drolshagen, Drolshagen, 26. Dezember 2015

Günstiger Zugang zu Holz oft ein Grund für Ofenkauf

Kamin: Kunden lieben Gemütlichkeit

Kunden von Martina Gosmann  schätzen an den Kamin- und Pelletöfen vor allem die Gemütlichkeit.
Kunden von Martina Gosmann schätzen an den Kamin- und Pelletöfen vor allem die Gemütlichkeit.
Fotos: Rüdiger Kahlke
"Optik", sagt Martina Gosmann spontan auf die Frage, worauf man beim Kauf eines Kaminofens achten sollte. Dann natürlich auf die Qualität. Dass die Vorgaben der Bundesimmissionsschutz-Verordnung II eingehalten werden, versteht sich für Inhaberin der Drolshagener Ofenwelt von selbst.

"Händler verkaufen auch nichts anderes", sagt sie. Welche Werte die Öfen haben, steht in den Betriebsanleitungen. Aber auch wenn die Vorgaben eingehalten werden, gibt es Unterschiede - neben der Optik. Stahl, Guss, Keramik, Natursteine. Die Auswahl ist schier unbegrenzt. "Am besten Guss", rät Martina Gosmann. Ansonsten sollte der künftige Kaminofen-Betreiber auf die Materialstärke beim Stahl achten. Mehr hält länger. Wenn der Ofen mehr als hübsche Deko fürs Wohnzimmer sein oder späte Pfadfinder-Gelüste befrieden soll, ist auch die Leistung ein Kriterium. Die sollte schon so sein, dass der Raum auch warm wird, "wenn mal wieder ein richtiger sauerländer Winter kommt."
"Holz machen" für gemütliche Tage am Kamin ist viele zum Hobby geworden.
Fachhändler aber auch Schornsteinfeger können hierbei beraten. In der Regel sind die Käufer aber "Menschen, die die Gemütlichkeit lieben", hat Martina Gosmann beobachtet. "Die Wenigsten kommen und brauchen einen Ofen, weil es kalt in der Hütte ist." Oft sei es so, dass Kunden günstig an Holz kämen. Dann diene der Kaminofen eher zur Entspannung statt als Heizung. Pellets: Ofen läuft wie ein Uhrwerk Öfen die mit Holz befeuert werden machen noch das Gros aus. Aber: Pelletöfen rücken vor. Auf einen Nachteil weist die Fachfrau gleich hin. Ein Pelletofen darf nur an einem Schornstein angeschlossen werden, an dem nichts anderes "hängt". "Das ist für viele ärgerlich", weiß Martina Gosmann. Eine Lösung hat die Industrie auch schon gefunden: stromlose Pelletöfen. Die brauchen keinen elektrischen Anschluss um zünden oder den Brennstoff zu fördern. Die Pellets werden über eine mechanische Konstruktion, ähnlich einem Uhrwerk, in die Brennkammer befördert. "Ruhige Flamme, keine Wartung", schildert Martina Gosmann die Vorteile des Kurbel-Uhrwerks.
Ein kleiner Ventilator, der durch die Wärme angetrieben wird, wenn's im Raum zu warm wird.
Und wem es dann angesichts frühlingshafter Temperaturen draußen und des bullernden Ofens drinnen zu warm wird, der findet im Fachhandel auch kleine Ventilatoren, die, ebenfalls stromlos, für etwas Wirbel sorgen.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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