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Drolshagen, Drolshagen, 10. Mai 2015

„Im Wiesenkamp“ wird ab Juni ausgebaut

Wiesenkamp wird ausgebaut
Die Straße „Im Wiesenkamp“ wird ab Juni ausgebaut. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Stadtverordnetenversammlung Drolshagen am Donnerstag einstimmig. Für Anlieger wird ein Beitrag fällig.

„Vorgesehen sind die Verlängerung der Wasserleitung zu einer Ringleitung, die Errichtung eines Regenwasserkanals und die Verlängerung des Schmutzwasserkanals sowie Straßenbauarbeiten“, sagte Christoph Lütticke in der Sitzung. Der Fachbereichsleiter Planen, Bauen, Wohnen erklärte, dass die öffentliche Trinkwasseranlage halbkreisförmig an die vorhandene Leitung „Im Strautsiepen“ angeschlossen werden soll. „Bisher ist die Wasserleitung eine Stichleitung. Aus qualitativen Gründen wird das heute so nicht mehr gemacht. Es muss Bewegung in die Leitung“, erläuterte Lütticke. Durch diesen Ringschluss werden Stagnationswässer in der öffentlichen Leitung vermieden, wodurch einer möglichen Verkeimung vorgebeugt wird.

Die Ausbauplanung des Ingenieurbüros für Bauwesen Schmidt, Lennestadt, sieht außerdem folgende Maßnahmen vor:
- Verlängerung der öffentlichen Kanalleitung zur Grundstücksentwässerung (Schmutzwasser),
- erstmalige Herstellung der Straßenentwässerung, bestehend aus Regenwasserkanal, Sinkkästen, Rinne und Bord,
- Sanierung der Fahrbahn durch Abfräsen und Wiedereinbringen der Asphaltdeckschicht in einer Stärke von jeweils vier Zentimeter.

Durch die Verlängerung der Wasserleitung und des Schmutzwasserkanals werden unbebaute Grundstücke erschlossen, für diese werden Anschlussbeiträge fällig. Außerdem sind die Kosten von rund 250 Euro für den Einbau einer Absperrvorrichtung (Schieber) ebenfalls von den Grundstückseigentümern zu tragen.Im Wiesenkamp ist eine "Zwitterstraße"
„Bei der Straße ‚Im Wiesenkamp‘ handelt es sich um einen Zwitter“, sagte Christoph Lütticke. Zum einen dient die Straße der Erschließung der angrenzenden Grundstücke (Anliegerstraße) zum anderen aber auch dem überörtlichen Durchgangsverkehr (Hauptverkehrsstraße). Zur Einordnung der Straße und Festlegung des Anteils der Beitragspflichtigen am umlagefähigen beitragsfähigen Aufwand ist deshalb eine Einzelfallsatzung erforderlich, die den für die Abrechnung erforderlichen Anliegeranteil festschreibt. Dadurch könnten die Anlieger bares Geld sparen.
„Ich finde die Zwitterlösung gut. Warum ist eine solche Lösung nicht auch im vergangenen Jahr an der Kurkölner Straße umgesetzt worden?“, fragte Florian Hahnl (SPD-Fraktion). Christoph Lütticke antwortete, dass eine solche Lösung nicht möglich gewesen wäre, weil der Charakter der Kurkölner Straße ein anderer sei, als der der Straße „Im Wiesenkamp“.
Ein Artikel von Matthias Clever

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