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Drolshagen, 09. November 2016

Alte Träger des Olper Bahnhofs finden neue Verwendung

Hützemert: Dorfverein treibt Ausbau des Bahnhofs voran

Der Bahnsteig zwischen Saal und Waggon soll überdacht werden.
Der Bahnsteig zwischen Saal und Waggon soll überdacht werden.
Foto: Rüdiger Kahlke
Drolshagen. Neben dem Gleisbett liegen sie: Stücke der künftigen Bahnsteig-Überdachung für den Bahnhof Hützemert. Der Dorfverein als Betreiber des alten Bahnhofs, der gerade den 1. Preis im Wettbewerb „Westfalen bewegt“ erhalten hat (LokalPlus berichtete), denkt schon weiter. Nach dem Auf- soll der Ausbau des alten Bahnhofs samt Umlage erfolgen.

Geplant ist eine Überdachung des Bahnsteigs. Zwischen dem Waggon, der jetzt als Bühne für den Saal dient, und einem neuen Waggon auf den alten Gleisen soll der Bahnsteig überdacht werden. Die Idee: Schutz auch bei Freiluftveranstaltungen. Die Tragelemente stammen vom Bahnhof Olpe und haben mehr als 140 Jahre „auf dem Buckel“. Sie mussten für den Transport auseinandergeschnitten werden. Und „sind altersbedingt in einem schlechten Zustand“, sagt Sascha Koch, Vorsitzender des Dorfvereins.
Die Tragelemente für das Bahnsteig-Dach stammen vom Olper Bahnhof und müssen noch aufgearbeitet werden.
Die Träger, gefertigt aus Schienenprofilen, müssen zunächst aufgearbeitet werden, erklärt Ulrich Hilchenbach vom Dorfverein. Dafür müsse man noch Metallbauer motivieren. Etwa 8000 Euro soll die Sanierung der Träger samt Dacheindeckung und Beleuchtung kosten. Signal soll restauriert werden Problematischer als das Bahnsteig-Dach ist der Transport des neuen Waggons. Die Kosten dafür, so Sacha Koch, lägen höher als die Kosten für den Waggon selbst. An weiteren Ideen mangelt es den Aktiven des Dorfvereins nicht, um den Bahnhof und sein Umfeld noch attraktiver zu machen. Auf Details oder Zeitpläne mag sich aber keiner festlegen.

So wartet noch ein Signal auf seine Restaurierung. Neues Mobiliar für den Außenbereich ist eine weitere Überlegung. Klar ist dem Dorfverein aber auch, dass man das ehrenamtliche Engagement braucht und niemand überfordert werden darf.
Ein Signal muss noch aufgearbeitet werden.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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