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Drolshagen, 31. Oktober 2017

Nach Vortrag von Leo Trumm

Heimatverein Drolshagen nimmt sich Natur- und Landschaftsschutz an

Wusste seine Zuhörer mit seinem Vortrag im Heimathaus zu begeistern: Leo Trumm.
Wusste seine Zuhörer mit seinem Vortrag im Heimathaus zu begeistern: Leo Trumm.
Foto: privat
Drolshagen. Auf großes Interesse stieß der Vortrag, den Leo Trumm jetzt beim Heimatverein Drolshagener Land über Obstbaumveredlung im Heimathaus hielt. „So viele Interessenten hatte ich wirklich nicht erwartet“, staunte der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins. Von seinem Vortrag waren die Zuhörer offensichtlich mehr als angetan, boten sich doch mehr als zwei Dutzend für Projekte zur Naturpflege an.

Trumm hatte zuvor auch anhand seines privaten Bildmaterials, das er unter anderem mit Heimatverein-Fotograf Heinz Hesse erstellt hatte, kompetent über die Grundlagen für eine erfolgreiche Veredelung heimischer Obstsorten referiert. Er ging dabei grundsätzlich vor und bot eine spannende Nachhilfe in Naturkunde und stellte zugleich detailliert das praktische Vorgehen dar. Zudem hatte Trumm Anschauungsmaterial aus der eigenen Produktion mitgebracht, sodass die Teilnehmer unmittelbar Erfolg und – bewussten – Misserfolg der Veredlungspraxis vor Augen hatten.

Damit aber nicht genug. In den nachfolgenden Gesprächen erklärten sich über 20 Personen bereit, im April 2018 an praktischen Obstbaumveredlungen teilzunehmen. Acht von ihnen beabsichtigen, eigene Sorten zu vermehren. Dazu werden zum Zeitpunkt der absoluten Saftruhe von Dezember bis Januar die sogenannten „Edelreiser“ von den ausgesuchten Obstbäumen geschnitten und fachgerecht gelagert. Die Veredelungen erfolgen in Iseringhausen bei Leo Trumm, in dessen Gewächshaus die Wildlinge dann schon „im Laub stehen" werden.

Neben bereits aktiven Mitgliedern aus dem Heimatverein erklärten sich an diesem Abend darüber hinaus acht weitere Personen dazu bereit, im Arbeitskreis „Natur- und Landschaftsschutz“ mitzuwirken. Hier soll es im praktischen Teil unter anderem um die Pflege der Streuobstwiese des Heimatvereins in der Simonspike gehen. Dazu sind auch bereits Gespräche mit der Unteren und der Oberen Landschaftsschutzbehörde geführt worden. So reaktiviert der Heimatverein auch wieder eine satzungsgemäße Aufgabe und will damit sein breites Engagement in Sachen Heimatpflege ausbauen.
(LP)

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