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Drolshagen, Drolshagen, 9. April 2016

Ausbilder Schmidt stellt neues Programm "Weltfrieden" vor / "rische's" ausverkauft

Gags im Kasernenton und Geld für den Friseurbesuch

Ausbilder Schmidt präsentierte seine neue Bühnenshow
Ausbilder Schmidt präsentierte seine neue Bühnenshow "Weltfrieden - Notfalls mit Gewalt" in Drolshagen.
Fotos: Nils Dinkel
Der Comedian Ausbilder Schmidt stelle am Freitagabend, 8. April, sein neues Programm "Weltfrieden - Notfalls mit Gewalt" auf rische's Kleinkunstbühne" in Drolshagen vor. Die Vorpremiere war mit 70 Besuchern ausverkauft.

Schmidt war sich dabei für keinen Witz zu schade. Die Besucher wurden zwei Stunden lang im rauen Ton unterhalten. Dabei nahm der Entertainer Kollegen wie Herbert Grönemeyer oder Rainer Calmund aufs Korn und zahlte für böse Sprüche einen Euro in die Handgranaten-Tasse. Über den Abend verteilt kamen so einige Geldstücke zusammen. Der erste Euro war für den Spruch "Was haben Frauen und eine Handgranate gemeinsam? Nimmst du den Ring ab, ist das Haus weg" fällig.

Auch Politiker wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die er nicht so häufig sehen müsse, wenn er eines ihrer sieben Kinder sei, oder Bundeskanzlerin Angela Merkel fanden immer wieder Platz in seinen Sketchen. "Ruck Zuck", Schmidts 14-jähriger Sohn, wurde ebenfalls in das neue Programm einbezogen. "Der Name hat nichts mit dem Zeugungsakt zu tun. Sonst würde er nur Ruck heißen", sagte der Ausbilder. Weiterhin nahm Schmidt in Form von "Aschenbecher-Rücken" (abgewandelte Form von Gläser-Rücken), Kontakt mit Klaus Kinski oder John F. Kennedy auf. Briefe des Publikums vorgetragen Das Publikum war von der Vorpremiere und dem Comedian hellauf begeistert. Immer wieder bezog Ausbilder Schmidt die Besucher mit ein. Beispielsweise gab er dem langhaarigen Fabian, Maler und Lackierer, fünf Euro für einen Friseurbesuch, nachdem er ihn über den Abend auf die Schüppe genommen hatte. Nach der Pause las er vom Publikum verfasste Briefe vor, wodurch sich neben den Besuchern auch der Künstler selbst zum Lachen bringen ließ. Ein Besucher schrieb beispielsweise, dass Schmidt bei der Heimfahrt mit seinem Panzer zwei Schüsse aufs benachbarte Bergneustadt setzen solle.

Einen Besucher erkannte der Comedian wieder und sagte zu ihm: "Das T-Shirt habe ich dir beim letzten Mal geschenkt. Willst du wissen, was mit deinem Hemd passiert ist? Ich habe es an Flüchtlinge gespendet! Die wollten es auch nicht." Das Hemd sei so hässlich gewesen sein, dass Schmidt es bei seinem letzten Auftritt in Drolshagen mit dem Gast getauscht hatte. Schmidt nimmt Haltung an für Fotos Schmidt trug außerdem einen kurz vor der Vorpremiere geschriebenen Witz vor, der einen Arztbesuch thematisierte und sagte: "Es kann sein, dass ihr die ersten und die letzten seid, die diesen Sketch hören." Auch dieser frische Sketch kam gut beim Publikum an. Im Anschluss an die Vorpremiere schrieb Schmidt Autogramme für seine Fans und posierte für das ein oder andere Foto.

Bei "rische's" finden seit mehr als vier Jahren regelmäßig Kulturveranstaltungen statt. 120 Künstler spielten seither auf der Kunstbühne. Viele der Akteure sind regelmäßig auf der Kleinkunstbühne zu Gast, Ausbilder Schmidt etwa trat bereits zum dritten Mal bei Silke Rische auf, die ihm als kleine Anerkennung eine Flasche Sauerländer Korn schenkte.
Ein Artikel von Nils Dinkel

Bildergalerie: Gags im Kasernenton und Geld für den Friseurbesuch