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Drolshagen, Drolshagen, 25. April 2016

Verwaltung legt neuen Frauenförderplan vor

Frauen in der Mehrheit - Führungskräfte aber meist Männer

Verwaltung: Neuer Frauenförderplan
Foto: Matthias Clever
Gleichstellung bei den Auszubildenden: Zwischen 2013 und 2015 hat die Stadt Drolshagen einen weiblichen und einen männlichen Azubi eingestellt. Während Frauen bei der Zahl der Beschäftigten überwiegen (59, 26 Prozent), sind sie in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Nur fünf der zwölf leitenden Positionen in der Stadtverwaltung sind von Frauen besetzt.

"Nach wie vor ist die Stadtverwaltung Drolshagen weit von der 50 Prozent-Quote entfernt. Der Anteil der männlichen Führungskräfte liegt - genau wie im Jahr 2012 - bei 70,59 Prozent, der Anteil der Frauen nach wie vor bei 29,41 Prozent", heißt es dazu im städtischen Frauenförderplan. Über dessen 5. Fortschreibung für den Zeitraum 2016 bis 2018 wird die Stadtverordnetenversammlung bei ihrer nächsten Sitzung am 4. Mai entscheiden. Teilzeitbeschäftigte überwiegend Frauen Auch im Stellenplan für Beamte sind Frauen mit zwei von sieben Stellen in der Minderheit. Hingegen stellen sie das Gros der Teilzeitbeschäftigten. Zielsetzung des Frauenförderplans für den Zeitraum bis 2018 ist die Förderung von Frauen in Bereich, „wo sie aufgrund der bisherigen Praxis unterrepräsentiert sind. Das heißt, in allen Bereichen, in denen sie nicht zu 50 Prozent vertreten sind, sollen die nachfolgenden Maßnahmen eine Annäherung an diese Quote erreichen", heißt es in der entsprechenden Sitzungsvorlage.

Dabei soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht werden. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, soll ihr Anteil auf 50 Prozent erhöht werden. „Dieses Ziel ist nur in Abhängigkeit von der Personalfluktuation zu erreichen", heißt es weiter. Dazu werden auch beurlaubte Mitarbeiterinnen über interne Stellausausschreibungen informiert. Fortbildungsangebote können in Einzelgesprächen mit der Gleichstellungsbeauftragten erarbeitet werden. Finanzlage setzt Fortbildungswünschen Grenzen Allerdings setzt die Verwaltung für dieses Unterfangen Grenzen – aufgrund der Haushaltssituation. Die Teilnahme an Fortbildungsmöglichkeiten „wird für den Fortschreibungszeitraum für die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter aufgrund der Haushaltssituation begrenzt.", heißt es dazu im neuen Plan. Um die Ziele des Förderplans, nämlich

•die Gleichstellung von Frauen und Männern,
•die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und
•den Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen

zu unterstützen, bietet die Stadt Hilfen an.

Dazu zählen:
•Die Möglichkeit für die Beschäftigten, während der Familienphase aushilfsweise in der Stadtverwaltung tätig zu sein.
•Der Kontakt zu den Beschäftigten wird in der Familienphase aufrechterhalten und ihre Rückkehr in den Beruf wird geplant und begleitet.

Die Stadt Drolshagen hatte erstmals den Zeitraum 2001 bis 2003 einen Frauenförderplan vorgelegt. Der Plan für 2016 bis 2018 ist die fünfte Fortschreibung.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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