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Drolshagen, Drolshagen, 27. November 2015

Steigende Zahl stellt Verwaltung vor personelle Probleme / Neueinstellung ein Thema

Flüchtlinge: Berghof setzt auf private Unterbringung

Die Turnhalle In der Wünne dient noch für einige Wochen als Notunterkunft.
Die Turnhalle In der Wünne dient noch für einige Wochen als Notunterkunft.
Foto: Rüdiger Kahlke
Bürgermeister Uli Berghof will „persönlich versuchen, Wohnraum zu akquirieren". Das machte er zu Beginn der Stadtverordneten-Versammlung am Donnerstagnachmittag deutlich. Für ihn habe die private Unterbringung von Flüchtlingen weiterhin Priorität. Mit Zustimmung der Stadtverordneten war zu Beginn die Tagesordnung um den Punkt „Informationen der Verwaltung" erweitert worden.

Dabei ging Berghof auf die aktuelle Flüchtlings-Situation ein. Wie LokalPlus bereits berichtete, sollen die Pläne für neue Übergangswohnheime nicht weiter verfolgt werden. Um eine private Unterbringung von Flüchtlingen zu ermöglichen, werde die Verwaltung „täglich im Auge behalten", was an Wohnungen angeboten werde. 162 Zuweisungen in diesem Jahr Derzeit, so Berghof, seien 186 Flüchtlinge zu versorgen. 162 von ihnen seien in diesem Jahr zugewiesen worden. Bei 80 Millionen Einwohnern bundesweit seien eine Millionen Flüchtlinge eine handelbare Größe, so Bergfeld. Für die Verwaltung stellten sie indes ein großes Problem da. Ab Februar sei mit neuen Zuweisungen zu rechnen. Dann, wenn die Notunterkunft in der Turnhalle In der Wünne Ende des Monats aufgelöst wird. „Wir müssen überlegen, wie wir die Situation bewältigen", sagte Berghof weiter. Die Mitarbeiter in der Verwaltung seien schon jetzt überlastet. Im Gespräch seien Umverteilungen von Aufgaben. Es werde aber auch über Neueinstellungen nachzudenken sein (siehe Infokasten).

Berghof ging auch auf Zahlen zu den Flüchtlingen ein. 125 von ihnen seien männnlichen Geschlechts. Inzwischen gebe es unter den Flüchtlingen auch 29 Kinder. Das Gros der Asylbewerber (130) ist zwischen 18 und 64 Jahre alt. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien (39), Albanien und der russischen Föderation.
Neueinstellungen
Noch sind die Überlegungen nicht abgeschlossen, welche Qualifikationen nötig sind, bestätigte Kämmerer Rainer Lange jetzt auf Anfrage von LokalPlus. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Sollten Neueinstellungen erforderlich werden, müssen diese im Stellenplan für 2016 vermerkt werden. Und der soll zusammen mit dem Haushalt Ende Januar eingebracht werden. (rk)
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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