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Drolshagen, 15. März 2018

Gut aufgestellt - aber es geht noch besser

Erfolgreiche Zukunfts-Werkstatt beim Heimatverein Drolshagen

Die Vorsitzende des Kreisheimatbunds Olpe, Dr. Roswitha Kirsch-Stracke, Walter Wolf (Leiter der Zukunftswerkstatt)  und der Vorsitzende Dr. Stephan Schlösser (von links) im Gespräch vor den Ergebnissen des Brainstormings.
Die Vorsitzende des Kreisheimatbunds Olpe, Dr. Roswitha Kirsch-Stracke, Walter Wolf (Leiter der Zukunftswerkstatt) und der Vorsitzende Dr. Stephan Schlösser (von links) im Gespräch vor den Ergebnissen des Brainstormings.
Foto: privat
Drolshagen. Wie soll sich der Heimatverein für das Drolshagener Land aufstellen, um weiterhin attraktiv, aktiv und aktuell zu sein? Dies war die Ausgangsfrage für eine Zukunftswerkstatt des Heimatvereins, zu der er neben eigenen Mitarbeitern und Mitgliedern auch Personen aus dem weiten Umfeld der regionalen Arbeit, aus Politik und Verbänden und interessierte Fachleute eingeladen hatte.

Gerade diese bunte Mischung und die konzentrierte und kreative Arbeit brachte eine Vielfalt von Anregungen und praktizierbaren  Vorschlägen zusammen, heißt es in der Pressemitteilung des Heimatvereins.

In der ersten Phase äußerten die Teilnehmenden eine umfassende und offene Kritik an der Arbeit des Heimatvereins, vor allem im Blick darauf, was ihm in einer absehbaren Zeit den Garaus machen könnte. Dabei standen zunächst der hohe Altersdurchschnitt der Mitglieder und die Gefahr, dass der Generationsfaden, so ein Teilnehmer, abreißen könnte, im Vordergrund. Wenig Bezug zu den Dörfern Gerade von den Personen, die nicht zum engen Zirkel des Heimatvereins gehören, wurde eine mangelnde Verankerung des Heimatvereins in den Dörfern des Drolshagener Landes beklagt. Der Heimatverein beziehe sich in Themen und Aktivitäten zu stark auf Anliegen der Kernstadt. Um mehr Menschen zur Aktivität im Sinne des Heimatvereins zu bewegen, sei es auch notwendig, von einer Komm-Struktur, bei der Interessierte zum Heimatverein bzw. in das Heimathaus kommen, zu einer Geh-Struktur zu gelangen, bei der der Heimatverein öffentlich und in Organisationen tätig wird. Das würde auch eine veränderte Strategie der Vorstandsarbeit bedeuten.

In der anschließenden Fantasiephase entwickelten die Teilnehmer nahezu ein Universum neuer und durchaus realisierbarer Vorschläge. Diese reichten von einem internationalen Garten über die attraktive Gestaltung der Innenstadt und dem Heimatverein als Dachverband der örtlichen Vereinigungen bis zum ökologischen Schrittmacher.  Fit für die Zukunft Aus der geäußerten Kritik und den kreativen Ideen erarbeiteten anschließend die Teilnehmer in der sogenannten Verwirklichungsphase konkrete Vorschläge, wie der Heimatverein seine Attraktivität steigern kann und zukunftssicherer wird. Eindeutige Prioritäten setzten die Teilnehmenden in eine Vernetzung mit den Dörfern und der Dörfer untereinander. Dabei wurde dem Heimatverein auch zugetraut, dass er zum einen diese Vernetzung bewirken, zum anderen auch als Dachverband für die Ortsvereine die Interessen bündeln und ggf. auch nach außen vertreten könne. 

Empfohlen wurde dem Vorstand, auf eine projektorientierte Form der Arbeit umzusteigen, um auch jüngere Ehrenamtliche mit begrenztem Zeitbudget zu gewinnen und deren Ressourcen zu nutzen. Dies schließe auch eine Präsenz in den Sozialen Medien ein. Zusammenarbeit mit Schulen Eine ebenso hohe Bedeutung wurde der Zusammenarbeit mit den Schulen gegeben. Wichtig war dabei insbesondere der Kontakt mit der Drolshagener Sekundarschule. Deutlich wurde auch, dass die inhaltliche Arbeit des Heimatvereins, wie sie im Jahresprogramm veröffentlicht ist, sehr geschätzt wird.

Gleichzeitig wurde empfohlen, auch in diesem Bereich dem Gespräch gegenüber dem Vortrag einen größeren Raum als bisher zu geben. Auch die gesamte Stadt und das umgebende Land könnten als „Lernort“ für Themen des Heimatvereins, seien es geschichtliche, ökologische oder soziale Fragen, genutzt werden.

Alle Vorschläge wurden von den Teilnehmenden auch auf die praktische Umsetzung heruntergebrochen, Grenzen konnten erkannt und benannt werden, ohne den visionären Schub zu bremsen. Dank an Walter Wolf Dem Vorstand, so betonte der Vorsitzende Dr. Stephan Schlösser am Ende der Veranstaltung, seien nun eine Fülle von Anregungen gegeben worden, für die er sich bei allen Teilnehmenden bedankte. Nicht zuletzt, so betonte der Vorsitzende in  völliger Übereinstimmung mit den anderen Teilnehmenden, sei die Zukunftswerkstatt durch die professionelle Leitung des Vorstandsmitglieds Walter Wolf zu einem Meilenstein für die Entwicklung des Heimatvereins geworden.
(LP)

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