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Drolshagen, 06.09.2015

Eine Woche vor der Wahl: Die Kandidaten im LokalPlus-Interview

Bürgermeisterwahl in Drolshagen

Von links: Christoph Lütticke (Unabhängiger Kandidat), Angelika König (SPD) und Ulrich Berghof (CDU).
Von links: Christoph Lütticke (Unabhängiger Kandidat), Angelika König (SPD) und Ulrich Berghof (CDU).

Steckbriefe der Kandidaten
Christoph Lütticke (Unabhängiger Kandidat) ist Bauamtsleiter der Stadt Drolshagen. Der Drolshagener ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ehrenamtlich ist Lütticke (Jahrgang 1964 Kreisbrandmeister der Feuerwehren im Kreis Olpe.

Hobbys: Lesen, Bergwandern
Haustiere: keine
Top 3 der Lieblingsfilme: keine
Musikgeschmack: kein Bestimmter
Angelika König (SPD-Kandidatin) ist Steuerberaterin, Rating-Analystin und Dozentin. König (Jahrgang 1954) wohnt in Wiedenest ist verheiratet und hat drei Söhne.

Hobbys: Schwimmen, wandern fotografieren und lesen
Haustiere: keine
Top 3 der Lieblingsfilme: habe ich nicht
Musikgeschmack: alles, ich mag Klassik genauso wie Pop und aktuelle Charts
Ulrich Berghof (CDU-Kandidat) arbeitet als Kämmerer, kaufmännischer Betriebsleiter und Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Wilnsdorf (21.000 Einwohner). Berghof (Jahrgang 1969) lebt in Drolshagen-Halbhusten ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er hat zahlreiche ehrenamtliche Funktionen wie Stadtverbandsvorsitzender der CDU Drolshagen, Beisitzer im Vorstand der CDU des Kreises Olpe, Mitglied der Stiftung Museum Wilnsdorf, Mitglied des Vorstandes des Fördervereins Museum Wilnsdorf.

Hobbys: Politik in Drolshagen und dem Kreis Olpe, Singen im MGV Iseringhausen
Haustiere: keine
Top 3 der Lieblingsfilme: Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Honig im Kopf, Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Musikgeschmack: Aktuelle Pop-Musik, aber auch Musik von früher: Genesis, Phil Collins, Queen
1.Laut Bertelsmann-Stiftung wird der Kreis Olpe bis 2030 rund 12.000 Einwohner verlieren. Welche Maßnahmen werden Sie in Ihrer Amtszeit gegen diesen Trend ergreifen?
Lütticke: Drolshagen muss weiterhin für junge Familien und Firmen attraktiv(er) gestaltet werden. Um dies zu erreichen, müssen u.a. neues Bauland geschaffen und neue Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden.
König: Ich möchte Drolshagen für junge Familien attraktiv machen. Mit einem guten Angebot an schulischer und außerschulischer Bildung müssen wir jungen Familien eine Zukunft bieten. Auch brauchen wir mehr Unternehmer in Drolshagen, darum müssen wir intensiv über Hilfen in der Gründungsphase nachdenken. Die Existenzgründer von heute sind die Unternehmer von morgen. Das bringt Arbeitsplätze und damit Existenzgrundlagen für junge Menschen.
Berghof: -zusätzliche Bauplätze innerhalb der vorhandenen Infrastruktur ausweisen
-Straßen- und Breitbandnetz ausbauen
-Betriebe mit qualifizierten Berufen ansiedeln
-Vereine und Ehrenamt stärken
-Marktplatz und damit Einzelhandel in Drolshagen beleben
-Drolshagens Stärken bei jeder Gelegenheit betonen
2.Flüchtlinge könnten den demografischen Wandel abfedern. Wie wollen Sie dieses Potenzial nutzen? Welche anderen Chancen ergeben sich durch den Zuzug für die Kommune?
Lütticke: Den Flüchtlingen muss bei dem Aufbau einer Existenz und der Suche eines Arbeitsplatzes geholfen werden. Die meisten Flüchtlinge bringen eine gute Ausbildung und Lernwillen mit. Eine erfolgreiche Integrationspolitik ist deshalb für die Zukunft unserer Stadt wichtig. Dies gilt ebenso für den sozialen Zusammenhalt und auch für unsere wirtschaftliche Leistungskraft.
König: Flüchtlinge verlassen ihr soziales Umfeld, ihre Familien, weil sie in Ihrer Heimat keine Zukunftsperspektive mehr sehen. Sie kommen zu uns und sind oft gut ausgebildet und hoch motiviert, ihre Zukunft zu gestalten. Wir sollten den Flüchtlingen Arbeit und Ausbildung anbieten, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen es zulassen. Damit schaffen wir ein gutes soziales Umfeld. Wenn wir es schaffen die Flüchtlinge in unser Stadtleben zu integrieren, dann haben wir ein gutes Zukunftspotential.
Berghof: Wir werden zukünftig große Schwierigkeiten haben, unser Wohlstandsniveau zu halten. Wir werden älter und weniger. Zuwanderer sind in dieser Situation keine Bedrohung, sondern eine Chance. Auch vor kultureller Vielfalt sollten wir keine Angst haben, sondern neugierig sein. Die nötigen Gesetze muss der Bund schaffen. Gute und schnelle Integration der Menschen, die zu uns kommen, ist unsere Aufgabe.
3.Wie gehen Sie mit weiterem Zuzug von Asylsuchenden um? Wo wollen Sie die Menschen unterbringen? Wie viel Hilfe kann die Kommune noch stemmen?
Lütticke: Die Bereitstellung von geeignetem Wohnraum ist eine große Herausforderung. Ich halte die dezentrale Unterbringung in Wohnungen für eine gute (konfliktarme) Lösung. Ohne das in Drolshagen bestehende ehrenamtliche "Netzwerk Asyl" ließen sich die vielfältigen Aufgaben (Hilfen) nicht stemmen.
König: Die vielen ehrenamtlichen Helfer wie unser Netzwerk Asyl schultern auf humanitärer Ebene eine Menge Arbeit und Hilfe. Die finanzielle Belastungsfähigkeit der Kommunen ist sicher bald erschöpft. Die Unterbringung und Versorgung belasten die Stadtfinanzen. Mit der derzeitigen Belastung ist die Stadt bereits an den Grenzen, dessen was möglich ist.
Berghof: Die zu uns kommenden Menschen sollten wir möglichst in Wohnungen verteilt über Stadt und Dörfer unterbringen. Dies ist besser als große Unterkünfte zu betreiben. Wichtig ist, dass der Stadt Wohnraum zur Anmietung angeboten wird. Bund und Land müssen uns sehr viel stärker finanziell unterstützen.
4.Die heimischen Unternehmen sind Weltmarktführer, die langsamen Internetanbindungen sind jedoch ein potentieller Wettbewerbsnachteil. Auch die meisten Privatpersonen klagen über langsame Leitungen. Wie wollen Sie konkret für schnelles Internet sorgen?
Lütticke: Die Verbesserung der digitalen Infrastruktur wird derzeit mit Landesmitteln gefördert. Für Kommunen in der Haushaltssicherung - wie die Stadt Drolshagen - beträgt der Fördersatz sage und schreibe 90%. Die restlichen 10% können sogar über zweckgebundene Spenden erbracht werden. Hier ist nach dem 13.9. schnellstmöglich zu handeln, um in den Genuss dieser Förderung zu kommen.
König: Gerade jetzt hat die Landesregierung eine neue Förderrichtlinie auf den Weg gebracht, die eine beträchtliche Förderung von 75 % bis 90 % für den Breitbandausbau im ländlichen Raum in Aussicht stellen. Die restlichen Anteile müssen natürlich auch geschultert werden. Das geht nur über gemeinsame Gespräche in den betroffenen Ortschaften bzw. mit den betroffenen Unternehmen, um hier Lösungsansätze zu finden.
Berghof: Zunächst benötigen wir einen Überblick, wo im Stadtgebiet mit welchen Geschwindigkeiten das Internet genutzt werden kann. Dann müssen wir die Kosten für den nötigen Ausbau ermitteln lassen. Seit kurzer Zeit gibt es Förderprogramme, die 90% dieser Kosten übernehmen. Können die restlichen 10% nicht von der Stadt getragen werden, müssen wir kreative andere Wege finden, um die Mittel aufzubringen.
5.Thema Fachkräftemangel: Wie gelingt es, Fachpersonal in den Kreis zu holen und hier zu halten?
Lütticke:Aktuell zeigt sich nach einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit kein flächendeckender Fachkräftemangel. Es gibt jedoch Engpässe in einzelnen Berufsfeldern. Die vorhandenen Potenziale auf dem Arbeitsmarkt müssen daher besser genutzt und weiterentwickelt werden, um eine Fachkräftelücke möglichst nicht entstehen zu lassen. Hier bedarf es einer vorausschauenden Politik in interkommunaler Zusammenarbeit, um für einen zukünftigen Fachkräftemangel gewappnet zu sein.
König: Das schließt sich an die Frage zur demografischen Veränderung an. Wenn man es schafft die Stadt für junge Menschen und junge Familien attraktiv zu machen, dann bleiben und kommen diese auch in die Stadt, damit kommen dann auch automatisch die Fachkräfte. Wir haben unter den bei uns wohnenden Flüchtlingen eine Menge qualifizierter Fachleute, die sicher auch gerne arbeiten würden. Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass diese hier auch arbeiten dürfen. Dann hätten wir einige Problemstellungen weniger.
Berghof: Die nötigen Maßnahmen sind die gleichen wie diejenigen, die durchzuführen sind, um dem demografischen Wandel entgegen zu wirken:
-zusätzliche Bauplätze innerhalb der vorhandenen Infrastruktur ausweisen
-Straßen- und Breitbandnetz ausbauen
-Betriebe mit qualifizierten Berufen ansiedeln
-Vereine und Ehrenamt stärken
-Marktplatz und damit Einzelhandel in Drolshagen beleben
-Drolshagens Stärken bei jeder Gelegenheit betonen
6.Die Kommunen unterliegen dem Sparzwang, müssen aber angesichts des demografischen Wandels ihre Attraktivität steigern. Wie wollen Sie das schaffen?
Lütticke: Meiner Meinung nach besitzt Drolshagen aufgrund der bestehenden Kindergärten, der Grundschulstandorten, der Sekundarschule, der Feuerwehr, des DRK, der Sport-, Musik-, Gesang- und Schützenvereine sowie der Angebote rund um Kultur und Kunst bereits eine hohe Attraktivität. Diese Attraktivität muss durch Unterstützung der Stadt Drolshagen erhalten und gestärkt werden.
König: Nicht alles, was man zur Attraktivierung unserer Stadt machen kann, kostet viel Geld. Wir haben in Drolshagen eine gut funktionierende Vereinsstruktur, Kinder Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch Senioren finden dort Ansprechpartner. Ich möchte die Vereine in ihrer Arbeit unterstützen und dem Ehrenamt die Wertschätzung entgegenbringen, die es unstreitig verdient. Für mich sind die Vereine und das Ehrenamt das Rückgrat unseres sozialen Gefüges.
Berghof: Im ersten Schritt müssen wir den städtischen Haushalt so verändern, dass wir dauerhaft den Ausgleich schaffen. Auf der Ausgabenseite müssen wir
-die Verwaltungsstrukturen und -abläufe optimieren,
-prüfen, ob Private einzelne Aufgaben wirtschaftlicher erledigen können und
-überall, wo es möglich ist, Aufgaben gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden erledigen (interkommunale Zusammenarbeit).
7.Was glauben Sie? Werden Sie als Bürgermeister Schulden verwalten statt Zukunft aktiv zu gestalten? Was motiviert Sie, Bürgermeister zu werden?
Lütticke: Klar, auch die Schulden müssen verwaltet werden. Dennoch sehe ich genügend Spielraum, Drolshagens Zukunft - die mir sehr am Herzen liegt - aktiv mitzugestalten. Wichtig ist mir, mit allen Drolshagener Bürgerinnen und Bürgern zukünftig erfolgreich zusammenzuarbeiten.
König: Das eine schließt das andere nicht aus. Die Schuldenproblematik ist sicher nicht weg zu diskutieren, aber ich weigere mich, Drolshagen nur über seinen desolaten Haushalt zu definieren. Drolshagen ist eine wunderschöne Stadt, deren Bürgermeisterin ich gerne werden möchte. Und ja – man kann die Zukunft trotz knapper Finanzausstattung gestalten. Und das will ich gerne tun.
Berghof: Als Kämmerer der Gemeinde Wilnsdorf habe ich dazu beigetragen, die dortige Verschuldung innerhalb weniger Jahre um 10 Mio. Euro zu senken. Das muss auch in Drolshagen ein Ziel sein. Aktive Zukunftsgestaltung schließt dies nicht aus. Es gilt, kreativ zu sein und das kommunale Umfeld gut zu kennen.
8.Nur bei Gewinnspielen und im Anschluss an die Amtszeit als Bürgermeister gibt es sie: die „lebenslange Sofort-Rente“. Was halten Sie davon, dass diese nun abgeschafft werden könnte? Verliert der Job des Bürgermeisters damit für Sie an Reiz?
Lütticke: Nein! Mich reizt die aktive Mitgestaltung an Drolshagens Zukunft. Über die Höhe der Bezahlung während oder nach einer eventuellen Amtszeit als BM habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht!
König: Nein, ich sehe nicht, dass das meine Einstellung zu meinem zukünftigen Amt ändert. Ich will doch Bürgermeisterin werden und nicht Pensionärin. Ich will die Zukunft der Stadt mitgestalten und die Schieflage der kommunalen Finanzen beseitigen.
Berghof: Die mögliche Abschaffung ändert nichts an meiner Motivation. Ich möchte die Aufgabe so gut erledigen, dass mich die Wähler bis zu meinem Eintritt ins Pensionsalter wiederwählen.
9.„Es ist doch egal, wer Bürgermeister ist. Es ändert sich doch eh nichts.“ Was antworten Sie Menschen, die so etwas sagen? Womit motivieren Sie die Menschen, wählen zu gehen?
Lütticke: Auch in Drolshagen werden wichtige Entscheidungen getroffen, z. B. über Schulerhaltungen, Gewerbegebiete, Windparks. Wenn die Planung erst steht, dann ist es zu spät: Also lieber vorher wählen!
König: Dass ich diese Aussage gut verstehen kann und dass in letzter Zeit viel zu wenig mit den Bürgern geredet wurde. Ich möchte das ändern und die Bürger offen und transparent in die Entscheidungsprozesse mit einbeziehen, früher und mehr mit ihnen reden. Das geht natürlich nur, wenn man mir am 13. September die Chance dazu gibt.
Berghof: Es wird sich vieles ändern (müssen). In Drolshagen hat der Wähler nun die Möglichkeit, zwischen drei meiner Meinung nach sehr unterschiedlichen Kandidaten zu wählen. Das ist Demokratie. Mehr kann nicht geboten werden.
10.In Kurzform: Warum sollten die Bürger am 13. September Sie wählen?
Lütticke: Weil mir als gebürtiger Drolshagener die Zukunft Drolshagens am Herzen liegt!
König: Wenn neuer und frischer Wind in der Verwaltung wehen soll, dann bin ich die richtige Frau dafür. Ich möchte es und ich kann es.
Berghof: Bringe mit, was gebraucht wird: Bürgernähe, Kompetenz, Erfahrung, neuen Schwung.
11.Thema Windenergie: Wo und in welchem Umfang sollen Flächen für Windräder geschaffen werden?
Lütticke: Mit der Potentialstudie für Windenergie der Stadt Drolshagen liegt ein Diskussionskonzept vor, welches die Bildung von Konzentrationszonen aufzeigt. Dies muss in Drolshagen mit großer Weitsicht umgesetzt werden, um eine Verspargelung unserer schönen Landschaft zu vermeiden, die Akzeptanz in der Bürgerschaft zu erreichen und die wirtschaftlichen Erträge (Bürgerwindparks) in Drolshagen zu halten.
König: Es ist noch zu früh, um hierzu verbindliche Aussagen zu treffen. Die Vorrangflächenanalyse liegt vor, nun muss der Stadtrat beraten und entscheiden. Für mich persönlich haben zwei Ideen besonderen Charme: ein interkommunales Windenergiegebiet zusammen mit Olpe und Wenden sowie ein Bürgerwindpark. In jedem Fall müssen wir eine Verspargelung unserer Landschaft vermeiden.
Berghof: Den nötigen Umfang gibt der Gesetzgeber vor. Aktuell ist hier noch vieles unklar. Land und Kommunen planen gleichzeitig. Zunächst sollte abgewartet werden, was Ergebnis der Landesplanung sein wird. Müssen wir uns dann in diese einfügen, so sind dies andere Voraussetzungen als wir sie aktuell haben. Die Abstände zur Wohnbebauung sollten wir größtmöglich ausweiten.
12.Wie wollen Sie den Einzelhandel rund um den Marktplatz im Ortskern beleben?
Lütticke: Ich bin der Meinung, dass rund um den Drolshagener Marktplatz durchaus ausreichend Einzelhandel vorhanden ist. Aber zukünftig muss es Ziel sein, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Stadt und Politik müssen hier infrastukturell begleiten. Die Belebung des Marktplatzes spielt hier aber ebenso eine wichtige Rolle!
König: Das kann nur eine immer wiederkehrende Suche nach neuen und anderen Einzelhändlern oder Dienstleistern sein. Es muss geprüft werden, inwieweit Gastronomie auf dem Marktplatz möglich ist. Bestimmte Veranstaltungen zeigen uns, dass der Marktplatz beliebt und attraktiv ist. Diers sollten wir intensivieren. Die Aktionsgemeinschaft ist hier für mich erster Ansprechpartner.
Berghof: Alle die, die ein Interesse an einem lebendigeren Einzelhandel in Drolshagen haben, sollten sich zusammenfinden und gemeinsam überlegen. Dies könnten die Aktionsgemeinschaft, Drolshagen Marketing, Grundstückseigentümer, weitere Gewerbetreibende und interessierte Bürger mit guten Ideen sein. Vor allem die Belebung des Marktplatzes sollte sich förderlich auswirken.
13.Wie wollen Sie die Bürger für Lokalpolitik begeistern und einbinden?
Lütticke: Mit Bürgernähe! Ich möchte mit den Drolshagener Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch sein, gemeinsam Ideen erörtern und entwickeln. Es geht mir um eine erfolgreiche Zusammenarbeit für die Zukunft der Stadt Drolshagen.
König: Ich möchte das Gespräch suchen. Auch nach der Wahl, sollte ich Bürgermeisterin sein, werde ich regelmäßig freitags auf dem Marktplatz anzutreffen sein, um mit den Bürgerinnen und Bürgern zu reden. Nur wenn sich die Bürgerinnen und Bürger ernst genommen fühlen, verstehen sie den Sinn der Lokalpolitik. Ich möchte Foren schaffen, in denen bestimmte Bürgergruppen ihre speziellen Probleme mit mir besprechen können. Dazu gehören sowohl ein Jugendparlament als auch ein Seniorenparlament.
Berghof: -regelmäßige allgemeine Informationsveranstaltungen der Stadtverwaltung über neueste Entwicklungen und Entscheidungen,
-Bildung eines „Beirates für Vereine und Ehrenamtliche“, der den Bürgermeister, den Rat und die Verwaltung berät,
-die Stadt sollte auch über eine Seite in den sozialen Netzwerken, z. B. bei Facebook, Informationen übermitteln und erreichbar sein.
(LP)

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