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Drolshagen, Dolshagen, 21. Mai 2016

"Singen macht Männer sexy" - Bürgermeister wirbt für Chorgesang

50. Sängerfest im St. Clemens-Haus

Riesiger Applaus für kleine Sänger beim 50. Sängerfest im St. Clemens-Haus
Riesiger Applaus für kleine Sänger beim 50. Sängerfest im St. Clemens-Haus
Fotos: Rüdiger Kahlke

"Singen macht Männer sexy". Bürgermeister Ulrich Berghof bemühte die Forschung, um für den Chorgesang zu werben. In seinem Grußwort zum 50. Drolshagener Sängerfest warb er für den Chorgesang. Die Mitglieder der 15 Chöre, davon drei auswärtige, musste er nicht davon überzeugen, dass sich schon die Neandertaler einen Evolutionsvorsprung durch Gesang verschafft hätten.

Viele singen seit Jahren zusammen, so wie die Damen des ausrichtenden Frauenchors aus Hützemert, die in diesem Jahr selbst ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Der Klage, dass Chöre seit Jahren aussterben setzte Berghof neue Zahlen entgegen. Allein in den vergangenen drei Monaten haben sich im Bereich des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen 28 Chorgemeinschaften neu gegründet. Und offenbar hat diese Freizeitbeschäftigung auch in Drolshagen eine Zukunft. Riesiger Applaus für kleine Sänger Der Auftritt der "Colour Kids", des Kinderchores aus Iseringhausen, sorgte nicht nur für Farbe und Witz auf der Bühne im St. Clemens-Haus. Sie sangen Sarah Conners "Wie schön du bist". "Der Applaus ist längst vorbei" heißt es darin eingangs. Der Applaus erreichte nach dem Auftritt seinen Höhepunkt. Die "Kids" waren auch der einzige Chor, für den es "Honorar" gab. Sie durften sich aus dem Süßigkeiten-Korb, den Sonja Arndt, Geschäftsführerin des ausrichtenden Frauenchors rumreichte, etwas aussuchen. Berghof: Mit Hobby "Gesang" andere anstecken Ansonsten ging es eher darum, sich vorzustellen und einen geselligen Abend miteinander zu verbringen. Die Hützemerter Frauen sorgten mit zwei Liedern fürs Warm up. Vorsitzende Angelika Wagener begrüßte zwischendurch die Gäste und wünschte allen ein "klangvolles, musikalisches Fest". Sie ging kurz auf die Geschichte des Frauenchores ein, der selbst Jubiläum feiert und bereits dreimal den Titel "Meisterchor" errungen hat. 21 der 42 singenden Damen seien von Beginn an dabei. Als Beispiel für "Idealismus und Ausdauer" würdigte auch Berghof die Arbeit des Frauenchores. Er rief dazu auf, mit dem Hobby "Gesang" andere anzustecken. Dann werde das Sängerfast als "wichtiges kulturelles Ereignis" für die Stadt auch weiterhin Bestand haben. Pokalfinale nicht bedacht Seit Anfang des Jahres war der Frauenchor mit den Vorbereitungen des zweitägigen Sängerfestes beschäftigt. Während die Damen selbst auf der Bühne standen, unterstützten befreunde Hützemerter Vereine Organisation und das Catering im St. Clemens Haus, wie Geschäftsführerin Sonja Arendt, lobend erwähnte. Danach mussten die Frauen selbst ran, um die Gäste zu bewirten. Nicht auf dem "Schirm" hatten sie bei den Vorbereitungen das Pokafinale am Samstagabend in Berlin. Deswegen, so die Geschäftsführerin, hoffe man , mit den am Samstag ausstehen sechs Chören bis zum Anpfiff durch zu sein. Die Idee, eine Leinwand aufzustellen und den Fußball-Hit gemeinsam anzusehen, war verworfen worden.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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