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Attendorn, 10. Juni 2017

Wolfgang Dröpper referiert im Seniorenhaus St. Liborius

Dröpper erzählte unter anderem, wie die evangelische Kirchengemeinde in Attendorn entstanden ist.
Dröpper erzählte unter anderem, wie die evangelische Kirchengemeinde in Attendorn entstanden ist.
Foto: privat
Attendorn. Mit einem kurzweiligen, aber überaus informativem Vortrag begeisterte Wolfgang Dröpper, Lehrer für Deutsch und evangelische Religion am St. Ursula Gymnasium sowie Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Attendorn, jetzt in der Kapelle des Seniorenhauses St. Liborius.

Zunächst ging er auf die Biographie von Martin Luther ein. Da sich am 31. Oktober 2017 zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen jährt, die Martin Luther der Überlieferung nach an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug, ist in diesem Jubiläumsjahr das Augenmerk auf den Reformer gerichtet.

Anschließend ging Dröpper anschaulich auf  die Entstehung der evangelischen Kirchengemeinde in Attendorn ein. So feierte die Erlöserkirche im vergangenen Jahr ihren 100. Geburtstag. „Die Einweihung“, so Dröpper, „stand allerdings im Schatten des ersten Weltkrieges, der kurze Zeit später ausbrach.“ Wie für diese Zeit üblich, bekam auch die neue Kirche und die Kirchengemeinde eine Stiftungsbibel von Kaiserin Auguste Victoria. „Ein historischer Schatz“, so der Experte.  Kleinod der Hansestadt Die Erlöserkirche, die auch heute noch mit ihrem Jugendstil-Charme beeindruckt, hat 500 Sitzplätze. „Jedes Gemeindemitglied sollte damals einen Sitzplatz bekommen.“ Säulen sucht man ebenfalls vergeblich, damit alle einen ungehinderten Platz auf die Kanzel und den Altar haben. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten und Beseitigung der Bausünden aus den 1960er Jahren ist die Kirche auch heute ein besonderes Kleinod der Hansestadt.

Im Anschluss an den Vortrag, der mit viel Applaus bedacht wurde, bedankte sich Elisabeth Lüttecke bei Wolfgang Dröpper mit einem kleinen Geschenk.
(LP)

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