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Attendorn, Attendorn, 16. September 2015

Kollegium des St.-Ursula-Gymnasiums lässt sich zu Ersthelfern ausbilden

Von der Schnittverletzung bis zum Schlaganfall

Lehrer werden zu Ersthelfern
Es ist der Albtraum jeden Lehrers, der doch alltäglich zur Realität werden kann: Ein ihm anvertrauter Schüler hat einen Unfall, schnelle Hilfe ist erforderlich. Daher hat sich das Kollegium des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn jetzt zu Ersthelfern ausbilden lassen.

Das Risiko lauert überall: von einer Schnittverletzung im Kunstunterricht über wilde Rangeleien auf dem Pausenhof oder einen Kreislaufkollaps während der Klassenarbeit bis hin zu Verätzungen bei chemischen Experimenten.
An der ersten Station ging es darum, einen Wundverband richtig anzulegen.
Zwar verfügt das Gymnasium unter Leitung von Birgit Wenigenrath und Hubertus Bock über einen Schulsanitätsdienst aus bestens ausgebildeten Schülern, und auch Kollege und Rettungssanitäter Kevin Risch kommt häufiger zum Einsatz. Dennoch bleibt bei vielen Lehrern die Unsicherheit.

Daher war dem Kollegium des St.-Ursula-Gymnasiums wichtig, seine Kenntnisse in Erster Hilfe wieder zu erneuern. Auf gemeinsame Initiative des Lehrerrates und der Mitarbeitervertretung wurde ein eintägiger Lehrgang mit einigen Ausbildern des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverband Attendorn, organisiert.

Petra Kugelmeier und Marco Steinrode frischten in einem theoretischen Teil nicht nur die Kenntnisse der Kursteilnehmer in Erster Hilfe auf, sondern vermittelten ihnen auch kompetent, einfühlsam und anschaulich über das Basiswissen hinausgehende Informationen.
Die Wärmefolie ist bei verunfallten Menschen besonders wichtig.
Bei den praktischen Übungen halfen zusätzlich Kim Kurzawa, Fabian Kost und Kevin Risch. An drei Stationen trainierte das Lehrerkollegium, wie man sich bei einem Notfall verhält: Die hilfsbedürftige Person ansehen, sie ansprechen, gegebenenfalls anfassen und ihr angemessen helfen.

An der ersten Station sollte ein Wundverband angelegt werden, an der zweiten Station ging es um die Atmungskontrolle und die stabile Seitenlage. Zu guter Letzt standen die Herzdruckmassage, die Mund-zu-Mund-Beatmung sowie der Umgang mit einem Defibrillator im Mittelpunkt.

Für die Ausbilder vom Deutschen Roten Kreuz handelte es sich bei dieser Fortbildung für rund 50 Kollegen um eine Premiere – und zwar eine gelungene, wie sich alle am Ende des Tages einig waren.
(LP)

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