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Attendorn, Attendorn-Ennest, 19. März 2016

Zweites Treffen des „Dorfgremiums“ / Bedarf an Kneipe

Vielfältige Vorstellungen für Verbesserungen

Dorfkreisel und Ampel sind laut
Dorfkreisel und Ampel sind laut "Dorfversammlung" ein Gefahrenpunkt für Schulkinder.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Noch heißt es „Dorfgremium“, stellte das Lenkungs-Team klar. „Einen einprägsamen Namen müssen wir noch finden“, sagten Uli Bock (zuständig für Infrastruktur), Bernd Pieper (Aufgabenfeld Ortsbild), Bernd Strotkemper (Tätigkeitsfeld Soziales) und Hermann Luke. Aber was sie erreichen wollen, ist klar: „Wir wollen gut leben in Ennest.“

Und das sei möglich, wenn alle Bewohner, Vereine, Firmen und die Verwaltung aus den Eigenarten des Dorfes mit den Ortsteilen Holzweg, Milstenau und Linde sowie den Besonderheiten der Industriegebiete entsprechende Projekte entwickeln und umsetzen, die das Dorf lebenswerter machen. Und wer könnte das besser als die Ennester selbst? Daher gab es jetzt schon ein zweites Treffen mit 26 Interessierten.

Das erste Problem: Es gibt in Ennest keine Kneipe mehr, in der man sich treffen kann. Damit hatte die Versammlung schon den ersten Punkt für das Handlungsfeld „Soziales“. Weitere Punkte: Infrastruktur und Ortsbild. Die Vorstellungen für Verbesserungen sind vielfältig. Daher soll nach den Osterferien eine gemeinsame Begehung stattfinden. „Nur was man gesehen hat, kann auch berücksichtigt werden“, ist sich das Lenkungsteam einig. Junge Mitstreiter fehlen Doch einen Wermutstropfen gab es bei allen konstruktiven und kreativen Anregungen: Jugendliche, junge Erwachsenen oder junge Familien haben sich bis jetzt nicht aktiv an dem Projekt beteiligt. „Dabei ist es gerade wichtig, auch die Bedürfnisse der jungen Generation sofort miteinzubinden“, so Hermann Luke. Daher die Bitte:
„Kommt zu den Treffen oder schickt uns Eure Anregungen: Bernd.Strotkemper@t-online.de sowie hermannluke@web.de."

Die wesentlichen Ergebnisse der Ideenfindung:
Ortsbild
Straßen und Wege:

•Dorfplatz/Brunnen schöner gestalten und für den Kinderspielplatz umfunktionieren
•Straßenverkehrsschilder säubern und von Bewuchs freischneiden
•Straßenlampen auf dem Dorfplatz und Beleuchtung an Fußwege sicherstellen (Angsträume!)
•Marode Straßen wie Holzweger Str., Hofstr. , Steinert Str. Instand setzen
•„Seniorenweg“ durch Ennest entwickeln; möglichst barrierefrei und mit Sitzgelegenheiten
•zukünftige Gebäude in das Dorfbild einpassen (Gestaltungsvorschläge)
•zukünftige Bebauung sollte kleinteilig sein
•Aus- und Einfahrt am Parkplatz Sparkasse verbessern

Gärten
•Bäume/Bepflanzungen von privaten Gärten gestalten, alte Obstbäume wieder berücksichtigen
•Schulgarten anlegen, Schulumfeld besser gestalten und pflegen
•Sitzgruppe am Pfarrheim umgestalten; sollte für alle Generationen nutzbar sein
•Weihnachtsbeleuchtung Dorfplatz installieren
Infrastruktur
Verkehr
•Verkehrsführung (Schule, Bäckerei) im Hinblick auf Familien verbessern
•Parkplatzsituation vor der Schule und Dorfplatz verbessern (vor allem bei Schulbeginn)
•Gehweg nach Milstenau entlang der Milstenauerstraße bauen
•Fußgängerampel Hülschotter Str. installieren
•Schulwege sicherer machen, z.B. Ampel bei Vogt/Hesse, Bushaltestelle, Hesseparkplatz
•Fußweg von der Mühlhardt nach Ennest sichern
•Bürgersteige nicht zuparken
•Schulweg Lamfertweg sicherer machen (zugeparkte Gehwege)

Wirtschaft
•Medizinische Versorgung durch Arzt verbessern
•„Versorgungslücke“ schließen, Apotheke, Getränkemarkt
•Wochenmarkt (Hofbauern aus der Umgebung) initiieren

Bauen
•weitere Bauplätze baureif machen
•langfristige Strukturplanung, Grundstücksgrößen, Straßenplanung
•Nachfrage nach altengerechten Wohnungen prüfen
Kultur/Brauchtum
• Beteiligung der Ennester Bevölkerung an Veranstaltungen/Feiern „verbessern“
•Waldfest, Bürgerfrühschoppen initiieren
•Ennester Lichter (Rundgang mit Ausrufer)

Freizeit
•Gemeinsam Bier brauen oder andere generationsübergreifende Themen entwickeln
•Bolzplatz bauen, (Handballplatz öffnen?)

Generationen
•Treffpunkt zur gemeinsamen Kommunikation schaffen, ggf. Dorfkneipe
•Kummerkasten anbringen (auch für Anregungen)
•Maßnahmen entwickeln, wie zugezogene Neubürger für das Ennester Leben gewonnen werden können, auch Ausländer
•gemeinsame Erlebnisse initiieren wie Fahrten zu Musik- und Kulturveranstaltungen
•Angebote für Zugezogene schaffen
•Aufenthaltsqualität der Spielplätze verbessern, z.B. durch Sonnensegel

Öffentlichkeitsarbeit
•Darstellung von Ennest verbessern, Überarbeitung der Website „Ennest Online“


Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Vielfältige Vorstellungen für Verbesserungen