Nachrichten Dies und das
Attendorn, 13. Mai 2017

Forderung: Arbeitsbedingungen verbessern

Vertreter des Caritas-Zentrums machen auf Pflegesituation aufmerksam

„Wir gestalten die Pflege der Zukunft“ war das Motto unter dem Vertreter des Caritas-Zentrum Attendorn auf dem Marktplatz in Attendorn aufmerksam machten.
„Wir gestalten die Pflege der Zukunft“ war das Motto unter dem Vertreter des Caritas-Zentrum Attendorn auf dem Marktplatz in Attendorn aufmerksam machten.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Anlässlich des Tages der Pflege am Freitag, 12. Mai, haben auch Vertreter des Caritas-Zentrum Attendorn auf dem Marktplatz in Attendorn unter dem Motto „Wir gestalten die Pflege der Zukunft“ auf die Situation in der Pflege aufmerksam gemacht.

Ihre Forderungen: Bessere Arbeitsbedingungen für alle, die in der Pflege tätig sind. Das sei wichtig, denn die Zahl der Bewerber in diesem Bereich sei rückläufig. „Die Berufe in der Pflege müssen attraktiver gemacht werden“, so Zentrumsleiter Uli Mertens.

Frank Decker, Leiter der Caritas-Station ergänzt: „Es muss sich in diesem Bereich schnellstmöglich etwas verändern. Wir brauchen ausgebildete Fachkräfte, gerade wo der Bedarf immer weiter wächst.“ Die Anzahl an Pflegebedürftigen steigt, gleichzeitig steigen auch die fachlichen Anforderungen an das Pflegepersonal. Die Freie Wohlfahrtspflege NRW warnt vor einem Fachkräftemangel. Sie fordert den zügigen Ausbau und eine gesicherte Finanzierung der Pflegeausbildung. Ausbildung von 13.000 Pflegekräften Die Freie Wohlfahrtspflege in NRW bildet in ihren rund 2600 Diensten und Einrichtungen und 115 Altenpflegeschulen pro Jahr rund 13.000 Pflegekräfte aus. Fachkräfte, die in der Praxis dringend benötigt werden. Doch während der absolute Bedarf an Pflegefachkräften steigt, stehen dem Ausbildungsmarkt in den nächsten Jahren erheblich weniger Schulabgänger zur Verfügung. Die Konkurrenz zwischen Ausbildungsplätzen in der Pflege und  Altenpflege und anderen Ausbildungsberufen wird weiter steigen. Damit sich auch in Zukunft genügend Menschen für eine Ausbildung in der Pflege interessieren, fordert die Freie Wohlfahrtspflege von der Politik gesicherte Rahmenbedingungen und eine auskömmliche Finanzierung der Pflegeausbildung.

Neben der Wertschätzung für ihre Arbeit ist auch eine angemessene Entlohnung für ihre Arbeit dringend erforderlich. Die Arbeit im Bereich der Pflege hat viel mit Menschlichkeit und Würde zu tun und das in einem Land mit immer mehr älteren Menschen. Der internationale Pflegetag wird am Geburtstag der legendären Florence Nightingale begangen. Zwischen der Pionierin der modernen Pflege und denen, die heute in diesem Beruf tätig sind, besteht aber ein großer Unterschied. Florence Nightingale kam aus einer wohlhabenden Familie und konnte ihrer Pflegemission nachgehen ohne Sorgen darüber, was am Monatsende auf dem Konto ist.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Vertreter des Caritas-Zentrums machen auf Pflegesituation aufmerksam