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Attendorn, 02. Juni 2017

Neue Theke, WC und Hallenboden zum Schützenfest fertig

Umbau der Schützenhalle in Lichtringhausen ist abgeschlossen

Dennis Lübke und Friedhelm Arens präsentieren stolz die neue Theke in der Lichtringhauser Schützenhalle.
Dennis Lübke und Friedhelm Arens präsentieren stolz die neue Theke in der Lichtringhauser Schützenhalle.
Foto: Ina Hoffmann
Lichtringhausen. Über rund zwei Monate haben die Lichtringhauser St.-Jakobus-Schützen circa 3000 Stunden Arbeit in die Modernisierung ihrer Halle gesteckt. Am Donnerstag, 1. Juni, und damit gut eine Woche vor dem anstehenden Schützenfest präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit - und blickten auf auf die eigene "Hallen-Historie" zurück.

„Unsere Schützenhalle hat auch schon einiges erlebt“, weiß Friedhelm Arens, Vorsitzender der St.-Jakobus-Schützengesellschaft. Die Halle wurde in den 1930er Jahren erbaut - aber nicht in Lichtringhausen, sondern in Sundern-Hagen. Als dort dreißig Jahre später die Größe der Halle nicht mehr ausreichte, beschloss der Verein, auf eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes zu verzichten und stattdessen eine komplett neue Halle zu bauen.

1962 wurde die Schützenhalle in Hagen abgebaut und in Lichtringhausen wieder aufgebaut. In den 1980ern wurden dann noch Sanitäranlagen, Umkleide- und Abstellräume an das Mittelschiff angebaut. Seitdem wurde auch die in die Jahre gekommene Technik erneuert, die Bühne und die Kellnertheke erweitert und ein Saal zum Essen geschaffen. Viele Arbeiten in EigenleistungNun galt es, die gut 800 Quadratmeter große Schützenhalle erneut an die veränderten Bedürfnisse anzupassen. In der letzten Mitgliederversammlung wurde das Konzept zur Modernisierung einstimmig beschlossen, bevor Ende März die Umbaumaßnahmen starteten. „An Helfern hat es uns nie gefehlt. Unsere Schützenbrüder haben viel Arbeit und Zeit in den Umbau gesteckt“, erklärt Friedhelm Arens.

In Eigenregie wurde der mehrere Jahrzehnte alte dunkle Dielenboden rausgerissen, ein Durchbruch in der hinteren Hallenwand gemacht, die Wände gestrichen und der Boden im Thekenbereich neu gefliest. Viel Platz vor und hinter der neuen ThekeIm hinteren Teil der Halle entstand eine komplett neue Theke in Steinoptik mit einem Dach, die von Architekt Jochen Kubny und der Schreinerei Feldmann eigens an die Halle angepasst wurde. „Vorher stand hier eine fertige Einbautheke. Die passte einfach nie so recht hier hin. Außerdem war sie zu klein“, so Friedhelm Arens. Nun ist hinter der Theke genug Platz für Kisten, Bierfässer, Kühlschränke und ausreichend Laufwege für die Kellner.

„Praktisch ist auch die neue, durch einen Durchbruch entstandene Tür in der Wand hinter der Theke. So können die Getränkelieferungen direkt in den Thekenbereich gebracht werden“, erklärt Dennis Lübke, Königsoffizier und Pressesprecher der Schützengesellschaft.Auch der neue Hallenboden aus Eichenholz trägt zur optischen Aufwertung der Schützenhalle bei. „Unser Ziel war es, die Holzoptik der Halle zu erhalten und zu erweitern, damit der Boden wieder gut zu den Holzverkleidungen an den Säulen und der Fachwerkoptik an den Wänden passt“, so Friedhelm Arens.

Wichtig war den St.-Jakobus-Schützen auch der Bau einer behindertengerechten Toilette. „Für Rollstuhlfahrer war es einfach nicht möglich, die normalen Toiletten in der Halle zu nutzen. Dafür waren die Kabinen zu eng“, weiß der Vorsitzende.Umbau für 80.000 EuroUm diese umfangreichen Modernisierungsarbeiten in Angriff nehmen zu können, haben die St.-Jakobus-Schützen einen Kredit aufgenommen. Rund 80.000 Euro haben die Umbaumaßnahmen gekostet. „Die Beiträge für unsere 350 Mitglieder wurden aber nur um wenige Euro angehoben, um die Arbeiten bezahlen zu können“, erklärte Friedhelm Arens.

„Nur noch wenige Pinselstriche und einige Dekorationsarbeiten, und die Schützenhalle strahlt wieder“, so Dennis Lübke. Und so sind die St.-Jakobus-Schützen bestens gerüstet für das Schützenfest, das vom 9. bis 11. Juli stattfindet. Dann stellt sich heraus, wer die Nachfolger des Jungschützenkönigs Marvin Bender, des Schützenkönigs Patrick Florath und des Kaisers Bernd Cramer werden.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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