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Attendorn, Attendorn-Ennest, 17. Oktober 2015

Übung: Brand im Pfarrheim

Übung: Brand im Pfarrheim
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Die traditionelle Jahresabschlussübung der Feuerwehr Ennest fand am Samstag, 17. Oktober, statt. Das angenommene Szenario: Brand im örtlichen Pfarrheim, ausgelöst durch einen Verkehrsunfall.

Bei einer Jahresabschlussübung will die Wehr immer einen Einblick in ihr Leistungsspektrum geben. Daher werden die angenommen Szenarien ganz besonders umfangreich geplant. So auch am Samstag in Ennest. Die Alterskameraden wurden fachmännisch geschminkt und mussten gerettet und erstversorgt werden. Die Jugendwehr bekam einen eigenen Abschnitt für die Brandbekämpfung.

Da man allerdings heute nicht mehr nur das Löschen von Bränden zum Aufgabenspektrum der Wehr gehört, erwartete die zahlreichen Zuschauer gleich mehrere Einsatzstellen. Autofahrer verliert Kontrolle Angenommenes Szenario: Ein Autofahrer hatte aus ungeklärten Gründen beim Befahren des Parkplatzes vor dem Pfarrheim die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Sein Fahrzeug war erst in der Hausecke zum Stehen gekommen, zuvor hatte er aber eine Person überfahren, die unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Zur gleichen Zeit fanden auf dem Dach des Pfarrheims Arbeiten statt. Der Dachdecker erschrak durch den Unfall und fiel mit dem Gasbrenner durch das Glasdach des Mittelgangs. Durch den Brenner entzündete sich ein Papierstapel, das ein Feuer mit starker Rauchentwicklung im Gebäude nach sich zog. Das Feuer breitete sich schnell in den Räumen des Pfarrbüros und der Pfadfinder aus. Lage zunächst unübersichtlich Und da das alles noch nicht genug war, fanden gleichzeitig auch noch im Haus der Seniorenkaffee und ein Treffen der Pfadfinder statt.

Kurzum, als die Wehr eintraf, war die Lage zunächst recht unübersichtlich. Niemand wusste, wie viele Personen sind im Gebäude. Daher musste zunächst ein Überblick gewonnen werden um die Hilfskräfte richtig zu koordinieren. Jugendwehr kühlt das Haus Priorität hatte die Menschenrettung im Erdgeschoss, zu der zunächst ein Trupp unter Atemschutz in das Gebäude vorging. Parallel wurde die Wasserversorgung aufgebaut und der Brand bekämpft. Gleichzeitig kühlte die Jugendwehr das Haus. Die überfahrene Person wurde von einem anderen Trupp mittels Lufthebekissen unter dem Auto befreit. Der Fahrer wurde ebenfalls mit äußerster Vorsicht befreit. Außerdem musste ein Mitglied der Pfadfinder aus dem Obergeschoss mittels Leiterhebels gerettet werden. 68 Kameraden vor Ort Insgesamt nahmen 47 aktive Feuerwehrkameraden, 21 Jugendfeuerwehrleute und acht Statisten an der Übung teil. Angerückt wurde mit vier Fahrzeugen, darunter der LF 20/16, der LF 16/12, der Mannschaftstransportwagen und das Tanklöschfahrzeug der Tagwache von Mubea. Trotzdem hat die Ennester Wehr bei einem Einsatz zu wenig Fahrzeuge, so dass Kameraden bei voller Einsatzstärke im Ernstfall auch mit Privatwagen zum Einsatzort kommen müssen.

Aber das Beste kam wie immer in Ennest zum Schluss. Da solche Übungen hungrig machen, gab es für die kleinen und manche großen Zuschauer wieder Schoko-Schaumküsse. Außerdem sorgte der Musikzug für die musikalische Unterhaltung der Übung, die von Tobias Schrottke moderiert wurden.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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