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Attendorn, 05. Juni 2019

Fast 900 neue potentielle Lebensretter

Typisierungsaktion für Ramona ein voller Erfolg

Mund auf, Stäbchen rein: Vielleicht kann auch er ein Lebensretter sein.
Mund auf, Stäbchen rein: Vielleicht kann auch er ein Lebensretter sein.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Der Erfolg hat alle überrascht und erfreut. Zur Typisierungsaktion für Ramona Friesen am Dienstag, 4. Juni, kamen 898 neue Spender. „Das ist überwältigend“ freuen sich Lehrerin Denise Riedel und die vielen Schüler, Eltern und Lehrer, die mit ihrem Einsatz dieses Ergebnis erst ermöglicht haben.

Anfang des Jahres bekam die 16-jährige Schülerin der Hansaschule die Diagnose akute Leukämie (LokalPLus berichtete). Da eine Stammzellenspende vielleicht ihre einzige Chance sein kann, hatten ihre Mitschüler und Lehrer mit Hilfe der DKMS eine Registrierungsaktion ins Leben gerufen und hofften auf viele Spender.

Ihre Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Schon vor dem offiziellen Startschuss um 15 Uhr versammelten sich zahlreiche Menschen vor dem Eingang der Hansaschule. Diese Schlange riss bis zum Abend nicht ab. In der Pausenhalle hatten die Schüler rund 60 Plätze aufgebaut, wo die Spender ihren Wangenabstrich machen konnten. Sie selber betreuten die einzelnen Spender und zum Abschluss gab es für jeden noch ein kleines Glas selbst gemachte Erdbeermarmelade.

Auch Ramonas Eltern und ihr Freund Ben waren vor Ort. „Ramona ist zurzeit zu Hause“, erzählt Mutter Nicole Friesen. Über die sozialen Medien erfährt auch sie von der großen Resonanz. „Sie freut sich und hofft, dass vielleicht auch andere Patienten von der Aktion profitieren und für sie heute ein Spender gefunden wird.“ Rund sechs Wochen dauert es, bis alle Ergebnisse in die Datenbank der DKMS eingepflegt sind. Da für eine Typisierung Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen, freute sich das „#Team Ramona“, dass die Elterninitiative für krebskranke Kinder aus Siegen eine Spende von 20.000 Euro überreichte. Hinzu kamen zahlreiche Spenden der Spender, so dass die Kosten der Aktion gedeckt waren.

Viele Spender erklärten auf Nachfrage, dass man eigentlich immer schon spenden wollte. „Doch dann hat man es wieder aufgeschoben“, bringt es eine Spenderin aus Drolshagen auf den Punkt. „Als ich von der Aktion hier gehört habe, hab' ich mir fest vorgenommen zu kommen.“ So erging es auch vielen anderen, die geduldig in der Schlange warteten. Als Dank gab es auch für sie ein Gläschen Marmelade. Wer wollte, konnte sich auch bei Kuchen und Würstchen stärken.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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