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Attendorn, Attendorn-Helden, 24. Oktober 2015

Theatergruppe Helden begeistert Publikum mit „Die Gedächtnislücke“

Turbulente Komödie mit Improvisationen

Komödie mit Improvisation begeistert
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Gelungene Premiere am Freitagabend in Helden: Die Theatergruppe überzeugte das Publikum mit dem Stück „Die Gedächtnislücke“ von Bernd Gombold. Auch zwölf Jahre nach der Premiere war in der Schützenhalle wieder für beste Unterhaltung und jede Menge Lacher gesorgt.

Die Theatergruppe aus Helden hat die Improvisation zu ihrem Markenzeichen gemacht: Da wird hier und da mal ein Satz gestrichen oder auch eingefügt – Hauptsache, man verliert den Faden nicht. Und die Handlung kennt jeder, der auf der Bühne agiert, sowieso. Verkrampft ist hier niemand auf der Bühne, es geht munter zur Sache, der Spaß ist dabei garantiert.

Wenn Klaus Gabriel als Ortsvorsteher Franz Kübele, den schwer gestressten Bürgermeister einer ländlichen Kommune, der sein Gedächtnis verliert, über die Bühne fegt, bleibt kein Auge trocken. Gabriel baut Stand-up-Elemente in seine Bühnenpräsentation ein. Und überhaupt: Das zehnköpfige Ensemble setzte gekonnt und mit jeder Menge Spaß die Irrungen und Wirrungen der turbulenten Komödie gekonnt in Szene. Wer die Truppe auf der Bühne erleben möchte, hat heute, Samstag, 24. Oktober, ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) dazu Gelegenheit. Am Sonntag, 25. Oktober gibt es das Stück ab 15 Uhr beim Seniorennachmittag in der Schützenhalle Helden nochmals zu sehen. Wer langfristiger planen möchte, sollte sich den Donnerstag, 17. März 2016, frei halten. Dann gibt es ab 20 Uhr „Die Gedächtnislücke“ in der Stadthalle Attendorn zu sehen. Außerdem sind weitere Aufführungen in Planung.
Die Handlung
Im Mittelpunkt steht Franz Kübele (Klaus Gabriel), stressgeplagter Bürgermeister einer ländlichen Gemeinde, der vom Pech verfolgt wird. Zuerst vergisst er den Hochzeitstag und muss sich die Vorwürfe seiner Frau Helene (Janina Vogt) anhören. Dann kreuzt, wie jeden Tag, das überkandidelte Ehepaar von Silberstein (Lisa Schmidt und Raphael Scheckel) auf, um sich über den krähenden Hahn, die probende Blaskapelle und die läutenden Kirchturmglocken zu beschweren.

Franz Kübele ist bereit, in allem nachzugeben, aber wie soll er einem Hahn das Krähen verbieten? Die Glocken hingegen will er eigenhändig abhängen. Der Versuch geht allerdings schief und Franz erhält einen Schlag auf den Kopf, der ihm das Gedächtnis für die letzten fünf Jahre raubt.

Diese Situation nützt der gerissene Amtsdiener Sepp (Moritz Gabriel) geschickt aus. Zunächst sorgt er für seine Beförderung. Dann löst er die Probleme der Silbersteins auf seine Weise. Auch die Sekretärin Hannelore (Nina Arens) trägt mit einer Heiratsanzeige dazu bei, dass die Lage in der Amtsstube alsbald eskaliert. Auch Anton Nägele, Vereinsvorsitzender (Ulrich Gabriel), Gottlieb Schippenschein, Professor für Psychiatrie (Meik Wegner) und Rosalinde (Theresa Gabriel/Susanne Menke), die heiratswillige Frau machen die Situation nicht einfacher.

Und damit auch alle im Dorf erfahren, was sich dort abspielt, erkauft sich Emma, die geschwätzige Besitzerin des Dorfladens (Vivien Köster) die jeweils neuesten aber nicht unbedingt zutreffenden Gerüchte mit kleinen „Geschenken“.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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