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Attendorn, 07. Januar 2017

NABU-Kreisverband Olpe zu Besuch

„Stunde der Wintervögel“ im St. Liborius

„Stunde der Wintervögel“ im St. Liborius
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Zu einem Vortrag über Vögel im Winter hatte jetzt der NABU-Kreisverband Olpe in die St. Sebastianstube des Seniorenhauses St. Liborius geladen. Dr. Matthias Klein, 2. Vorsitzender, und Beisitzerin Theresia Wurm standen Rede und Antwort zu allen Fragen rund um Vögel im Winter. Dazu gab es zahlreiche Informationen über die gefiederten Artgenossen. Musikalisch wurde der Vormittag durch Theresia Wurm und Eduard Janke am Akkordeon gestaltet.

Für viele ist es ein schönes Vergnügen, im Winter die Vögel zu beobachten, die ein aufgestelltes Futterhäuschen oder andere Fütterungsangebote nutzen. So auch für die Bewohner in St. Liborius. Unterstützt von Vogelfreunden genossen sie den Vormittag in gemütlicher Atmosphäre und beteiligten sich auch an der „Stunde der Wintervögel.“ 

Jedes Jahr im Januar ruft der Naturschutzbund zur großen winterlichen Vogelzählung auf. Bei dieser „Stunde der Wintervögel“ kann jeder mitmachen, der sich eine Stunde Zeit nimmt. Man beobachtet die Tiere in der unmittelbaren Umgebung, notiert die Anzahl und die Vogelarten und meldet alles dem NABU. Dabei sollte man bei der Fütterung bedenken: Brot gehört nicht in die winterliche Snackbar. Gehackte Nüsse, Sonnenblumenkerne, ölhaltige Samen, aber auch Äpfel, getrocknete Rosinen und Beeren hingegen garantieren ein gesundes Angebot für viele Vogelarten, so die Referenten. Natürlich wurde auch die Frage über den angeblichen Rückgang der Vogelpopulation in diesem Jahr diskutiert. Ob eine fehlende Brut, Insektizide, die das Nahrungsangebot verringern oder Krankheiten an diesem Zustand Schuld sind, konnten auch die Fachleute vom NABU nicht mit letzter Sicherheit beantworten.

Doch wie welche Vögel aussehen, woher die Kanadagänse kommen und wie einzelne Vögel überwintern, dazu wussten die Fachleute einiges zu berichten. „Der NABU setzt sich auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu unserer Arbeit gehören praktische Maßnahmen wie Landschaftspflege genauso dazu, wie Vorträge oder gemeinsame Exkursionen, um die Natur kennenzulernen“, erklärte Dr. Matthias Klein.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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