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Attendorn, 25. November 2017

Kinder hoffen auf Paten

Sparkasse Attendorn eröffnet Weihnachtsbaum-Wunschaktion

Für die Kinder hingen kleine Überraschungen am Weihnachtsbaum der Sparkasse Attendorn.
Für die Kinder hingen kleine Überraschungen am Weihnachtsbaum der Sparkasse Attendorn.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Altbewährt und in diesem Jahr doch ganz neu ist am Freitag, 24. November, die Weihnachtsbaum-Wunschaktion der Sparkasse Attendorn zugunsten des Mutter-Kind-Hauses Aline in Olpe eröffnet worden.

Dieser Termin gehört zur Adventszeit wie der Song „Last Christmas“. Seit Freitag hängen neben den Wunschbäumen in den Sparkassen Geschäftsstellen Grevenbrück und Kirchhundem nun auch in Attendorn die Wunschzettel von bedürftigen Kinder aus dem Kreis Olpe am Tannenbaum. Sie alle hoffen auf Paten, die ihre Wünsche erfüllen.

Die Eröffnung, die in der Vergangenheit in den Abendstunden stattgefunden hatte, wurde auf den Nachmittag verlegt und inhaltlich gestrafft, so dass mehr Zeit für Gespräche und Austausch war. „Außerdem“, so Ulrike Moritz, zuständig für Kommunikation bei der Sparkasse, „wird es für die Kinder nicht so spät und für die Eltern nicht so stressig, weil die Kinder zu später Stunde noch wach sind.“ Kinder im Mittelpunkt Die Kinder standen in diesem Jahr eindeutig im Mittelpunkt. So begeisterte der Kinderchor „Fröhliche Spatzen“ aus Grevenbrück unter der Leitung von Andrea Stiesberg. Die Kids im Alter von fünf bis neun Jahren sorgten nicht nur für stimmungsvolle Unterhaltung, sondern verzauberten mit ihrem ganz besonderen Charme das Publikum.

Auch für Natascha Focke stehen ihre Kinder an erster Stelle. Die damals 16-jährige Schülerin kam vor 17 Jahren  hochschwanger ins Haus Aline. In einer kleinen Gesprächsrunde mit Annette Sawitza, Leiterin des Haus Aline, und moderiert von Hausherr Heinz- Jörg Reichmann erzählte Focke im Rückblick von ihrem Leben. Sie berichtete von ihren Problemen, von der Hilfe, die sie in Haus Aline bekam, aber auch von Erkenntnissen, nicht immer den geraden Lebenswegen gehen zu können und vom Mut, das Leben zu meistern. „Heute als Mutter mit zwei Kindern bin ich glücklich.“ Annette Sawitza stellte auch den diesjährigen Werkkunstmarkt mit dem Motto „Augenblicke die verbinden-Engagement für Kinder“ vor. Die Ergebnisse, sichtbar auf großen Leinwänden, sind aus gemeinsamen Projekten von Müttern, Vätern und Bezugsbetreuern entstanden. Hinzu kommt ein kleiner Basar mit handgefertigten Produkten.

Am Ende kam dann für alle Kinder der große Augenblick: Für alle gab es eine kleine Überraschung am Weihnachtsbaum und ein Päckchen überreicht von Heinz-Jörg Reichmann.
Informationen:
Der Verein Mutter-Kind-Hilfe wurde 1992 ins Leben gerufen. Der gemeinnützige Verein unterstützt vor allem alleinstehende junge Mütter und Väter, die sich trotz einer oft misslichen oder ausweglos erscheinenden Lebenslage für ein Kind entschlossen haben.

Das Mutter-Kind-Haus Aline, das in Trägerschaft der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe steht, wurde 1997 in den ehemaligen Räumen der Pflegevorschule eröffnet. 2001 wurde das Angebot durch das „Haus am Imberg“ erweitert. Das Angebot umfasst 25 Appartements.

Die Aline Perspektiv-WG  bietet ein Zusatzkonzept in dessen Rahmen Mütter und Väter mit ihren Kindern  eine Zukunftsperspektive entwickeln können. Diese Maßnahme ist zeitlich begrenzt und beinhaltet einen Klärungsauftrag. Die Perspektiv-WG bietet auf zwei Etagen Wohnraum für Mütter/Väter mit ein bis zwei Kindern.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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