Nachrichten Dies und das
Attendorn, Attendorn, 14. Oktober 2015

Vortrag des Extrembergsteigers Ralf Dujmovits bringt Spendengelder für Nepal-Hilfe

Spannende Erzählungen und kritische Worte

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (links) bedankte sich bei dem deutschen Extrembergsteiger Ralf Dujmovits für dessen begeisternden Vortrag in der Stadthalle Attendorn.
Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (links) bedankte sich bei dem deutschen Extrembergsteiger Ralf Dujmovits für dessen begeisternden Vortrag in der Stadthalle Attendorn.
Kürzlich fand auf Einladung der Hansestadt Attendorn ein Multivisionsvortrag mit dem deutschen Extrembergsteiger Ralf Dujmovits in der Stadthalle statt. Dabei konnten rund 350 Euro Spendengelder für die „Nepalhilfe Beilngries“ eingesammelt werden.

Über 200 Zuschauer, die teilweise mehrere hundert Kilometer Anreise hinter sich hatten, lauschten den Ausführungen Dujmovits´, der als erster Deutscher alle 14 Berge der Welt mit einer Höhe von 8000 Metern bestiegen hat.

Bevor der Bergsteiger aus dem Badischendem Publikum seine Expeditionen präsentierte, begrüßte Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil die Zuschauer und den Gast mit den Worten: „Es ist uns gelungen, uns an einen der bekanntesten Bergsteiger des Landes anzuseilen und ihn zu einer Expedition nach Attendorn zu locken.“ Dank an DAV-Sektion Gummersbach Pospischil dankte der Sektion Gummersbach des Deutschen Alpenvereins (DAV) für die Mitorganisation der Veranstaltung. Diese Sektion hat seit Anfang des Jahres eine Ortsgruppe in Attendorn, die unter der Leitung von Frank Burghaus bereits auf 50 interessierte Bergsteiger, Bergwanderer und Mountainbike-Fahrer angewachsen ist.

Dujmovits ging in seinem Vortrag nicht nur auf die Faszination des Bergsteigens ein. Er fand auch kritische Worte angesichts des immer mehr ausufernden Massentourismus auf dem Mount Everest, wo die Rekordjagd trotz der zuletzt vielen Todesfälle weitergehe. Immer mehr Bergsteiger wollten wie an der Perlenschnur gezogen den höchsten Gipfel der Welt erklimmen, so Dujmovits. Tausende Tote nach Erdbeben Im April und Mai 2015 war Nepal von einem verheerenden Erdbeben mit tausenden von Todesopfern heimgesucht worden. Dujmovits war zu der Zeit am Mount Everest und damit vor Ort unterwegs, als sich die Bodenplatten unter seinen Füßen bewegten. Er befand sich an der Nordseite des höchsten Berges der Welt und überlebte nur mit viel Glück.

Der Bergsteiger pflegt eine intensive Nähe zur „Nepalhilfe Beilngries“, für die er am Veranstaltungstag in Attendorn um Spenden bat. Hierbei kamen insgesamt sind 351,02 Euro zusammen. Das Geld wurde umgehend auf das Konto der Nepalhilfe überwiesen, so Dujmovits. Die Nepalhilfe ist im medizinischen Bereich, in der Anschaffung von Sanitätsfahrzeugen und im sozialen Bereich tätig. Ziel ist es, humanitäre Hilfe zu leisten. Spenden für Schulprojekte Dujmovits und die ebenfalls weltbekannte Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner unterstützen bevorzugt Schulprojekte in Irkhu und Thulosirubari. Auch hier wurden viele Schulen vom Erdbeben erschüttert. Wenn sie noch nicht komplett in Trümmern liegen, seien sie aufgrund von großen Rissen in den Gemäuern einsturzgefährdet und müssen nun vollständig abgerissen und wieder neuaufgebaut werden. Der Wiederaufbau ist noch für dieses Jahr geplant. (LP)

Weitere Informationen zur Nepalhilfe gibt es online unter

Bildergalerie: Spannende Erzählungen und kritische Worte