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Attendorn, Attendorn-Mecklinghausen, 2. Oktober 2015

Mecklinghausen: Ehrenamtliche Hilfe am Ursulatag / Harken, pflastern und schaufeln

Schüler putzen Grundstück der Flüchtlingsunterkunft heraus

Hinter dem Haus wurde eine Hecke gepflanzt, die Schüler räumten den Garten auf und machten ihn winterfest.
Hinter dem Haus wurde eine Hecke gepflanzt, die Schüler räumten den Garten auf und machten ihn winterfest.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
15 Jungen und Mädchen des St.-Ursula-Gymnasiums haben jetzt kräftig mit angepackt: Mit Hilfe einiger Erwachsener gestalteten sie die Außenanlagen der Flüchtlingsunterkunft in Mecklinghausen neu.

Grund für diesen Einsatz war der Ursulatag am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn: In diesem Jahr standen Berufsbilder im sozialen Bereich für die EF (früher 10. Klasse) im Mittelpunkt.

Während der Projektwoche sollte sich am Donnerstag, 1. Oktober, jeder Schüler für eine Aufgabe in einer sozialen Einrichtung entscheiden - sei es das Caritas-Zentrum Attendorn, das Kinderhospiz, die Werthmann Werkstätten, die JVA oder die Laurentisuschule. Überall wurden an diesem Tag eigene Projekte umgesetzt. So auch in Mecklinghausen. 15 Jungen und Mädchen tauschten dort die Schulunterlagen gegen Schaufel, Harke und Schubkarre und machten sich an die Arbeit. Zusammen mit Lehrer Martin Holzhauser sowie Norbert Schulte aus Niederhelden, der mit seiner Familie eine Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie im Haus übernommen hat (LokalPlus berichtete), ging es schon am Morgen an die Arbeit. Anstatt Vokabeln zu pauken war körperlicher Einsatz gefragt. Auch die Stadt schickte Unterstützung und stellte die notwendigen Materialien und Pflanzen zur Verfügung. Neue Hecke Und dann hieß es: graben, schaufeln, harken, fegen und gießen. Entlang der Rückseite des Hauses wurde eine komplett neue Hecke gepflanzt. Außerdem räumten die Schüler den gesamten Garten auf und machten ihn winterfest. Neben dem Haus pflasterten sie mit Hilfe der Flüchtlinge einen Weg.

„Mit dieser Aktion wollen wir auch das junge Ehrenamt fördern“, so Martin Holzhauser. Die jungen Leute waren überaus motiviert und fleißig. In vier Stunden putzen sie das gesamte Grundstück heraus. „Morgen haben wir bestimmt Muskelkater“, waren sich besonders die Mädchen einig. Aber kein Grund, weniger mit anzufassen. „Das geht auch wieder vorbei, aber was wir hier geschafft haben, das bleibt.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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