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Attendorn, Attendorn, 7. November 2015

Bürgermeister Pospischil übergibt Feuerwehr neues Vorauslöschfahrzeug

Schnell, kompakt und wendig

Feuerwehr: Neues Vorauslösch-Fahrzeug
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Wenn es brennt, zählt jede Sekunde. Damit Feuerwehrleute schnell zur Hilfe eilen können, gibt es jetzt in Attendorn ein Vorauslöschfahrzeug (VLF). Das sollte, wie schon der Name sagt, als erstes an möglichen Einsatzstellen eintreffen. Die feierliche Indienststellung dieses neuen Fahrzeuges erfolgte am Freitagabend im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus in Attendorn.

Bürgermeister Christian Pospischil übergab das Fahrzeug formell. „Wie viele von Ihnen wissen, bin ich vor acht Monaten Vater geworden. Und heute ist es die Feuerwehr, die Zuwachs bekommt, und wir sind heute hier zu seiner Taufe. Ich wünsche den Feuerwehrleuten viel Freude mit dem neuen Baby, aber wenig schlaflose Nächte und vor allem keine Kinderkrankheiten.“ Investition in die Sicherheit Die Beschaffung des VLFs war im Rahmen des Konzeptes Feuerwehr 2020 erfolgt. Im Mittelpunkt steht dabei eine leistungsfähige ehrenamtliche Feuerwehr. „Bei der Förderung des ehrenamtlichen Engagements in unserer Stadt geht es mir deshalb vom die Verbesserung der Rahmenbedingungen, die ehrenamtliches Tun ermöglichen“, so Pospischil weiter. „Zwar ist eine moderne Feuerwehrtechnik sehr kostspielig, aber ich bin im Interesse unserer Sicherheit sehr froh um jeden in die Feuerwehr investierten Euro.“ Mario Fuhlen, stellvertretender Kreisbrandmeister, gratulierte ebenfalls zu dem neuen Fahrzeug und freute sich über die weiter Verbesserung der Ausstattung der Wehr. Nach der Segnung des Fahrzeuges durch Pfarrer Andreas Neuser und Pfarrer Andreas Schliebener bedankte sich Georg Schüttler, Leiter der Attendorner Feuerwehr, für das neue Fahrzeug. Multifunktionales Fahrzeug Bei dem VLF handelt es sich um ein kompaktes, schnelles und wendiges Kleinlöschfahrzeug, welches auf einen Mercedes Sprinter Kastenwagen aufgebaut worden ist. Das Fahrzeug wird mit maximal vier Einsatzkräften besetzt und soll jeweils im „Rendezvous-System“ mit weiteren konventionellen Löschfahrzeugen in der vorgegebenen Hilfsfrist am jeweiligen Einsatzort eintreffen. Ferner kann das Fahrzeug in den umliegenden Einheiten unterstützend eingesetzt werden. Dazu sind neben einem Wassertank eine Hochdruck Schaum-Wasserlöschanlage, eine hydraulische Schere-Spreizer Kombination sowie Geräte zur Türöffnung und Atemschutzgeräte für zwei Personen auf dem Fahrzeug verlastet. Die Kosten für das Fahrzeug liegen bei rund 120.000 Euro. Gerätehaus: Erhöhter Platzbedarf Solche Anschaffungen und auch die weiter steigende Mitgliederzahl sorgen aber für Probleme bei der Unterbringung – sowohl für die Feuerwehrkameraden als auch für das angeschaffte Gerät. „Wir stehen hier vor einem Feuerwehrhaus, an dem sich seit der Einweihung Anfang der 1970er Jahre bei den Räumlichkeiten nichts verändert hat“, so Schüttler. „Die Mitglieder- und Fahrzeugzahl hat sich allerdings verdoppelt. Der Raumbedarf ist für heutige Anforderungen nicht ausreichend. Dieses muss dringend überdacht und in absehbarer Zeit auch umgesetzt werden. Wir sind an unseren Grenzen angekommen.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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