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Attendorn, 21. Dezember 2017

Schulung zu den Themen Wasser, Energie und Abfall

Ressourcentag für Flüchtlinge im Attendorner Rathaus

Wie funktioniert die Mülltrennung in Deutschland? Wie gehe ich umweltschonend mit Energie um? Diese Fragen bekamen Flüchtlinge in einem von der Hansestadt Attendorn angebotenen Workshop beantwortet.
Wie funktioniert die Mülltrennung in Deutschland? Wie gehe ich umweltschonend mit Energie um? Diese Fragen bekamen Flüchtlinge in einem von der Hansestadt Attendorn angebotenen Workshop beantwortet.
Foto: privat
Attendorn. Wie funktioniert die Mülltrennung in Deutschland? Wie gehe ich umweltschonend mit Energie um? Diese Fragen wurden Flüchtlingen in einem von der Hansestadt Attendorn angebotenen Workshop beantwortet.

Der sparsame Umgang mit Wasser und Energie und die richtige Abfalltrennung sind in Deutschland wichtige Themen. Das ist aber nicht in allen Ländern so. Dies wird besonders in den Flüchtlingsunterkünften deutlich. So berichten Flüchtlinge, dass in manchen Herkunftsländern Müll einfach aus dem Fenster geworfen wird. Wilde Müllkippen sind völlig normal, während in Deutschland leere Joghurtbecher gespült und recycelt werden. Umwelt schonen Um den umweltschonenden Umgang mit Ressourcen in Deutschland zu erklären, hatte die Hansestadt Attendorn in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Olpe 30 geflüchtete Menschen zum „Ressourcentag“ ins Rathaus der Hansestadt eingeladen. 

Der verantwortungsvolle Umgang mit Abfall, Energie und Wasser war Thema des eintägigen Workshops. Die Teilnehmenden lernten in praxisbetonten Übungen wie der „Müll-Sortier-Rallye“ nützliches Alltagswissen als Basis für ressourcenschonendes Verhalten. Gerade in der kalten Jahreszeit ist Energiesparen angesagt. In einigen Flüchtlingsunterkünften laufen die Heizungen ständig auf höchster Stufe, während  gleichzeitig Fenster und Türen weit offen stehen. In dem Workshop wurde daher auch der Unterschied zwischen Dauer- und Stoßlüften vermittelt.

Beim Messen des Stromverbrauchs verschiedener Haushaltsgeräte lernten die Teilnehmer, dass sich ressourcenschonendes Verhalten auch auf ihren Geldbeutel auswirkt. Spätestens dann, wenn die Flüchtlinge zukünftig eine eigene Wohnung beziehen. Trinkwasser aus dem Kran Für viele Geflüchtete brachte der Begriff „Trinkwasser“ in Deutschland eine völlig neue Erkenntnis. Denn nicht in jedem Land ist es möglich, Wasser aus dem Kran als Lebensmittel zu verwenden.

Die  „Koordinatorin Ehrenamt“ bei der Hansestadt Attendorn Katrin Luers zog nach dem Workshop ein positives Fazit: „Die Bildungsreferentinnen Stefanie Frische und Sylvia Ruhland haben die schwierigen Themen anschaulich rübergebracht. Wenn auch nicht alle Begriffe und Vokabeln wortwörtlich übersetzt werden konnten, war die Botschaft doch klar. Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass die Veranstaltung ausgesprochen informativ und zielführend war.“
(LP)

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