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Attendorn, Attendorn, 25. Attendorn 2015

Werthmann-Werkstatt kurz vor dem Standortwechsel zum Askay

Renovierung und Umzug auf Hochtouren

Umzug läuft auf Hochtouren
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Noch laufen die Renovierungsarbeiten, bis zum 31. August soll der auch der Umzug abgeschlossen sein: Die Werthmann-Werkstatt, Abteilung Attendorn, zieht von der „Schlachtwiese 3“ ins Industriegebiet um, an den „Askay 42“. Die neuen Räume sind genauso groß wie die alten; die Aufteilung allerdings bietet der Einrichtung ganz neue Möglichkeiten. LokalPlus hat bei den Renovierungsarbeiten vorbeigeschaut.

Abteilungsleiter Dirk Schürmann hat jede Menge Arbeit. Noch eine gute Woche, dann soll der Umzug geschafft sein. Zurzeit sind noch jede Menge Handwerker im Einsatz. Es wird gesägt, gehämmert, verputzt, gestrichen. Kabel werden verlegt, Pflaster gelegt, Küchen eingebaut, Möbel transportiert, Wände eingezogen und geputzt. Wie fleißige Ameisen sind alle im Einsatz; nicht nur die Handwerker, auch die Mitarbeiter. Die Lieferanten geben sich die Klinke in die Hand. Es läuft.
Das Endprodukt kann sich sehen lassen. Helle, freundliche Räume, klare Strukturen und Platz. „Genau wie an dem alten Standort haben wir hier auch rund 6200 Quadratmeter, aber die Aufteilung ist optimaler“, sagt Schürmann. Große Halle als Herzstück Zuvor wurden die Räume von Mubea genutzt. Neben einer großen Fertigungshalle gab es auch einen Verwaltungstrakt. Aus der großen Halle ist jetzt das Herzstück der Produktion mit angrenzendem Speisesaal geworden.
Im vorderen Bereich befindet sich dieser große und helle Speisesaal mit Küche und angeschlossenem Bistro. Außerdem kann man von hier den Innenhof erreichen, der eine geschützte Rückzugsoase unter freiem Himmel bietet. Angrenzend an den Speisesaal ist ein großer Gang entstanden. Von diesem Gang zweigen die einzelnen Arbeitsbereiche ab, ganz klar und strukturiert. „Mit dieser Aufteilung haben wir auch in Meggen gute Erfahrungen gemacht“, so Dirk Schürmann. Doch hier am Askay ist alles ein bisschen größer. Während in der Abteilung in Lennestadt rund 90 Menschen mit Handicap beschäftigt sind, sind es in Attendorn 310 Männer und Frauen. Arbeitsmöglichkeiten für Ältere Allein im Förderbereich gibt es vier Gruppen mit 34 Beschäftigten. Sie schließen sich dem „SenioRA Bereich“ an, der Arbeitsmöglichkeiten für ältere Beschäftigte bietet. Danach folgen die Montagebereiche, die Schreinerei und ein Lager. „Für jeweils zwei Arbeitsbereiche gibt es jetzt neben der Umkleide auch immer eine barrierefreie und behindertengerechte sanitäre Einrichtung“, sagt Dirk Schürmann.

Das wird auch die Beschäftigten freuen. Neben einer Beschriftung der Arbeitsbereiche werden auch Piktogramme erstellt, die es manchen Beschäftigten leichter machen, sich hier zurecht zu finden. In der oberen Etage gibt es nicht nur eine große Terrasse, sondern hier ist auch der Berufsbildungsbereich, die Verwaltung und Leitung beheimatet. Was noch fehlt, ist ein gestalteter Außenbereich. „Hier haben wir schon Pläne, die auch gerade mit der Stadt abgestimmt werden.“ Handwerker improvisieren Und auch für die Handwerker war der Umbau etwas ganz Besonderes. „Die Produktionshalle hatte eine Deckenhöhe, die wir nicht benötigten“, erzählt der Abteilungsleiter. „Daher haben wir eine Zwischendecke eingezogen. Oberhalb dieser Decke verlaufen jetzt alle Versorgungsleitungen für das Haus. Sie sind somit sehr übersichtlich und jederzeit erreichbar angelegt.“

Und was auch nicht fehlen darf, ist die eigene Bushaltestelle vor der Tür. „Immerhin wollen auch hier ein Teil der Beschäftigten von ihrem Wohnort mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz kommen.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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