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Attendorn, 09. September 2017

Thomas Sternberg stellt sich in Attendorn aktuellen Fragen

Prominenter Kirchenmann besucht Hansestadt

Prominenter Kirchenmann besucht Hansestadt
Foto: © ZDK Bonn

Attendorn. Ein prominenter Kirchenmann kommt nach Attendorn: Thomas Sternberg ist Präsident des „Zentralkomitees der Deutschen Katholiken“ (ZDK) und kommt am Donnerstag, 14. September, in die Hansestadt. Ab 19.30 Uhr steht Sternberg in den St. Ursula Schulen, St.-Ursula-Str. 12, 57439 Attendorn Rede und Antwort. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Sternberg wird Stellung nehmen zur Lage von Glaube und Kirche in Deutschland. Die St.-Ursula-Schulen konnten Professor Sternberg für einen Vortragsabend gewinnen, in dessen Verlauf er sich zu Chancen aus dem Wandel äußern wird. Der gebürtige Grevenbrücker stellt sich der Schulgemeinde als gefragter Interviewpartner in der deutschen Medienlandschaft und als gut informierter Zeitzeuge für die kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungsprozesse. Dabei ist er ein gleichwohl kluger wie angenehm formulierender Redner.
Wichtigster Laienvertreter der katholischen KircheAls Präsident des ZDK ist er der erste und wichtigste Vertreter der Laien in der katholischen Kirche. Gleichwohl steht er in der öffentlichen und außerkirchlichen Wahrnehmung häufig hinter den Bischöfen. Dennoch muss das ZDK Stellung nehmen gerade zu den auch politisch bedeutsamen Themen, die einer kirchlichen Kommentierung bedürfen.

Klingt kompliziert und ist es auch. Denn einerseits ist der Ausgleich, das Verständnis und die Zusammenarbeit auch zwischen den Katholiken zu erreichen. Und da gibt es Unterschiede zwischen der bischöflichen und der Sicht der Laien und auch innerhalb des Zentralkomitees. In Zweifel KonfrontationskursManch ein Beobachter glaubt zu wissen, dass in Sachfragen die dort vorgetragenen Meinungen ähnlich weit wie Nord- und Südpol auseinanderlägen. Im günstigsten Fall moderiert Präsident Sternberg widerstrebende Standpunkte und führt zu Einheit. Im Zweifel muss die Laienorganisation aber auch mal die Konfrontation suchen. So forderte Sternberg in einem Grundsatzartikel, erschienen vor wenigen Tagen, dass die Finanzverwaltung in der katholischen Kirche verantwortungsvoll, nachvollziehbar und transparent erfolgen muss.

Das sei ja meist so, Sternberg sinngemäß, aber eine gemeinsame kritische Auswertung sei ja doch angebracht und manche Unebenheiten müssten noch geglättet werden. Mit solchen Statements macht man sich nicht nur Freunde. Respekt vor einer klaren Argumentation und einer konstruktiven Nachdenklichkeit ist Professor Sternberg aber immer sicher. Zwölf Jahre im Düsseldorfer LandtagSternberg führte sein Lebensweg aus Grevenbrück, wo er 1952 geboren wurde, in die weite Welt der deutschen Politik und der Katholischen Kirche. Von 1988 bis 2016 war Sternberg Direktor der „Katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus“ in Münster. Von 2005 bis 2017 gehörte Sternberg dem Landtag in Düsseldorf an. Ab 1997 im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken aktiv, wählte die Vollversammlung Prof. Sternberg am 20. November 2015 zu seinem Präsidenten und somit zum Nachfolger von Alois Glück.

Weitere Informationen bei der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) am Standort Olpe, Friedrichstr. 4, Tel.: 0 27 61/94 22 00 und per E-Mail an Olpe@kefb.de. Das digitale Schaufenster ist zu erreichen unter www.kefb.de/olpe.
(LP)

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