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Attendorn, 13. April 2017

90 Kinder bauen zehn Holzhütten

Projekt Abenteuerspielplatz des JuZ Attendorn erneut ein voller Erfolg

Projekt Abenteuerspielplatz des JuZ Attendorn erneut ein voller Erfolg
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Weltringhausen. Eine eigene Hütte aus Brettern bauen, das begeistert jedes Kind. Dazu braucht man nur Schwartenbretter, Nägel, Hammer und Säge und viele kreative Ideen. 0 Kinder haben in der ersten Ferienwoche am Projekt "Abenteuerspielplatz" des Jugendzentrums Attendorn am Sportplatz in Weltringhausen teilgenommen. Mit der Hilfe von zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Helfer des JuZ entstanden so insgesamt zehn Hütten, von denen jede einzigartig war.

Geräusche: Hämmern, sägen und Kinderlachen. Arbeiten: Bretter werden vermessen, zugeschnitten und festgenagelt. Es wird geklettert, improvisiert und umgestaltet. Für die Kids ist es auf jeden Fall wieder die Woche der Abenteuer. Sobald die Hütten stehen, geht es für viele an den Innenausbau. Tische und Stühle werden gezimmert, Regale und Leitern, denn auf den Dächern zu sitzen und über das Areal zu schauen, ist schon ziemlich cool. Manche, besonders die Mädchen, geben ihren Hütten Namen und geizen auch nicht mit Außendekoration oder Gardinen. Manche Eingänge werden sogar gepflastert.

Die Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren können aber nicht nur Hütten bauen. Wer mal den Hammer aus der Hand legen will, kann sich auch am Alternativprogramm beteiligen. So kann man an einem eigens gebauten Seilgarten mal zeigen, dass man auch in luftigen Höhen ganz schon mutig ist. Im Zelt nebenan werden Trommeln mit Hilfe von Tontöpfen, Pergamentpapier und Tapetenkleister gezaubert und gestaltet. Traumfänger sind auch gefragt – natürlich aus Holz, denn davon gibt es hier genügend. Holz ist auch das Material  im Nachbarzelt. In „Ossis Holzwerkstatt“ ist geschicktes Arbeiten mit der Bandsäge gefragt. Das Ergebnis sind individuelle Dekostücke, nicht nur zu Ostern.

Arbeiten macht hungrig. Das weiß auch Carmen Decker von der aufsuchenden Jugendarbeit des JuZ, die mit 14 anderen Helfern vor Ort ist. Daher versorgt das Helfer-Team die fleißigen und dementsprechend hungrigen Bauleute mit leckerer und gesunder Nahrung, und die Eltern haben Kuchenspenden beigesteuert. Von einem großen Grill lockt dann auch noch der Duft von Grillwürstchen für alle. Der Abenteuerspielplatz des JuZ ist eine Erfolgsgeschichte – und das seit über 20 Jahren. Am Konzept hat sich nicht viel geändert, nur die Orte wechselten. Begann alles im Stadtwald an der Stadthalle, zogen JuZ, Projekt, Helfer und Teilnehmer weiter zur Hubertushütte und schließlich an den Holzweg. Seit 2016 ist man in Weltringhausen. Das angrenzende Sportlerheim mit sanitären Anlagen ist dabei ein deutlicher Gewinn.

Unter den 90 Kindern sind in diesem Jahr auch 16 Flüchtlingskinder. Ihre Teilnahme wurde durch die Sparkassen-Stiftung ermöglicht. Und einige Hütten werden im einigen heimischen Gärten ein zweites Zuhause finden: Wer will, kann seine Hütte abbauen und mitnehmen.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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