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Attendorn, Attendorn, 21. Mai 2016

Offener Brief der CDU Attendorn an Vorsitzenden der SPD Attendorn, Wolfgang Langenohl

Offener Brief an SPD-Vorsitzenden

Attendorner Dom - Blick von der Stadthalle
Attendorner Dom - Blick von der Stadthalle
Foto: CDU Attendorn
Die CDU in Attendorn hat einen offenen Brief an den Vorsitzenden der SPD in Attendorn, Wolfgang Langenohl, veröffentlicht.

Hier der offenen Brief im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Langenohl,

Sie haben ein Ziel. Sie wollen in den Düsseldorfer Landtag. In gut einem Monat entscheidet die SPD im Kreis Olpe darüber, wer für sie ins Rennen geht. Als Marketing-Mann wissen Sie, dass Publicity Ihnen in der partei-internen Auseinandersetzung hilft.

Deshalb nutzen Sie derzeit jede sich bietende Gelegenheit - wie beispielsweise die Internationalen Stadtführung am letzten Wochenende, um sich innerhalb der SPD zu profilieren. Veranstalter der Stadtführung war die SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt. Diese SPD-Organisation soll Ihrer Aussage (Westfalenpost vom 17. Mai 2016) nach aber nicht parteipolitisch sein. Ist sie aber! Da wo SPD draufsteht, ist natürlich auch SPD drin! Was denn sonst? Die Kirche, der Sportverein oder die CDU?

Den Attendorner Christdemokraten liegt die Integration der in der Hansestadt lebenden Flüchtlinge und Asylbewerber sehr am Herzen. Wer in seiner Heimat verfolgt und vom Tode bedroht wird, muss sich auf unseren Schutz verlassen können. Die CDU Attendorn besetzt das Thema Flüchtlingspolitik – ganz bewusst – nicht parteipolitisch. Aus unserer Sicht sollten die Dinge – gerade auch mit Blick auf ein Erstarken radikaler Kräfte - parteiübergreifend und im Konsens aller Demokraten initiiert und umgesetzt werden.

Aus diesem Grunde hatte die CDU-Fraktion im November des letzten Jahres beantragt, einen städtischen Integrationsausschuss zu schaffen, der sich ausschließlich mit der strategischen Fragen zum Thema ,,Integration von Flüchtlingen" befassen und kein Ersatz für den von der Verwaltung eingerichteten ,,Runden Tisch" sein sollte. Er war bewusst auf Konsens angelegt. Doch Sie haben den Antrag damals – wie die gesamte SPD - abgelehnt. Vermutlich um das Thema Flüchtlinge mit der SPD-Arbeitsgemeinschaft und auch zu ihrem eigenen Vorteil besetzen zu können.

Eine Veranstaltung wie die Internationale Stadtführung wäre aus Sicht der CDU besser von der Stadt Attendorn durchgeführt worden. Wenn die SPD-Fraktion die Idee in den Rat eingebracht hätte, hätte die CDU dem ohne Frage zugestimmt. Durch die parteipolitische Vereinnahmung haben Sie der Sache einen Bärendienst erwiesen!"
(LP)

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