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Attendorn, 01. April 2018

Vier Porten schlagen ihre Osterkreuze

Niederste Poorte hat den längsten Stamm

Freude bei der Waterpoote. Sie hat den dicksten Stamm.
Freude bei der Waterpoote. Sie hat den dicksten Stamm.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Ein Poskebruder hat an Karsamstag einen strengen Zeitplan. Nach dem Semmelsegnen geht es in den Stadtwald oberhalb der Hubertushütte, um die Fichten für die Osterkreuze zu schlagen. Diese wurden tags zuvor in Augenschein genommen und jede der vier Porte war sich auch in diesem Jahr wieder sicher, das ist der größte, dickste, kurzum der beste Baum für das Osterkreuz auf ihrem Osterkopp.

Gegen halb sechs wurden die vier Porten auf dem Marktplatz zurück erwartet. Dann sollte sich entscheiden, wer den dicksten und längsten Stamm geschlagen hat.Nicht fehlen durfte dabei das Publikum, das sich rings um den Marktplatz bei ersten frühlingshaften Temperaturen und Sonnenstrahlen versammelte. Mit der Poskekapelle vorweg zogen die vier Porten mit ihren Stämmen auf den Marktplatz. Das Augenmaß der Niedersten Poorte zeigte sich dabei als besonders gut, denn mit 28,90 Meter hatten sie den längsten Stamm ausgesucht. Das bestätigte Herbert Lenninger. Seit Jahren ist er mit dem Maßband unterwegs und misst die einzelnen Stämme. In seinem kleinen rotschwarzen Büchlein werden jedes Jahr die Längen und Dicken eingetragen. Den dicksten Stamm hatte in diesem Jahr die Waterpoote mit 1,28 Meter. Nicht fehlen durfte natürlich anschließend das Poskelied, was Poskebrüder  wie Besucher über den Marktplatz aus vollem Halse schmetterten. Danach zogen die vier Porten auf ihre jeweiligen Osterköppe, wo am Sonntag pünktlich um 21 Uhr die vier Feuer der Stadt entzündet wurden.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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