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Attendorn, Samstag, 14. Mai 2016

Internationale Stadtführung

Neubürger besichtigen Stadt

Stadtführer Peter Höffer (2.v.l) und alle Dolmetscher.
Stadtführer Peter Höffer (2.v.l) und alle Dolmetscher.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Eine kostenlose Stadtführung durch die Hansestadt Attendorn bot am Samstag, 14. Mai, die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der SPD im Kreis Olpe an. Los ging es um 15 Uhr am Rathaus und mehr als 40 Interessierte fanden sich zusammen, um den Worten von Peter „Pittjes“ Höffer zu lauschen, der nicht nur historisches, sondern auch viele kleine Dönekes über „seine“ Stadt zu berichten wusste. „Ich freue mich immer, von meiner Heimatstadt erzählen zu dürfen, denn sie liegt mir sehr am Herzen.“

Das Besondere an dieser Stadtführung war allerdings das Publikum, denn es waren vorrangig die internationalen Neubürger von Attendorn eingeladen. Und damit sie auch alle verstanden, was Pittjes Höffer erzählte, gab es fünf Übersetzern und Übersetzerinnen, die die Führung auf arabisch, kurdisch, russisch, persisch und türkisch übersetzten. Allerdings hatte die russische Übersetzerin sofort Feierabend, denn keiner ihrer Landsleute war gekommen. Dafür waren die arabischen Länder umso stärker vertreten. „Wir wollen etwas wissen über die Stadt, in der wir jetzt leben“, war der einhellige Tenor unter den Zuhörern, wenn man sie nach ihren Beweggründen für die Teilnahme an der Stadtführung fragte. Aber auch Nicht-Attendorner waren unter den Gästen, denn „Wissen schadet nicht“, so ein Zuhörer.

Zunächst begrüßte Nezahat Baradari von der Arbeitsgemeinschaft Integration und Vielfalt Kreis Olpe die Zuhörer und freute sich über die große Resonanz. Wolfgang Langenohl, Vorsitzender der SPD Attendorn erklärte auf Nachfrage: „Wir würden so eine besondere Stadtführung gerne jedes Jahr anbieten und nicht nur in Attendorn, sondern auch in den anderen Städten des Kreises.“ Nach dem Start am Rathaus ging es zum Alten Markt und ins Südsauerlandmuseum. Nach einem Stopp am Sauerländer Dom ging es weiter zum Bieketurm, dem Zeughaus der Schützengesellschaft, entlang des Rivius Gymnasiums über den Klosterplatz, zur „Vergessenen Straße“ und zum Wassertor, bevor es wieder zum Rathaus zurückging. Dabei erzählte Pittjes Höffer in seiner einmaligen Art nicht nur trockene historische Fakten, im Gegenteil, kleine Geschichten von Bewohnern, Häusern und Begebenheiten sind immer das Salz in der Suppe und sorgten auch hier - nach einer passenden Übersetzung - für Erheiterung.

Und nach rund zwei Stunden Stadtführung der etwas anderen Art waren sich alle einig, das muss wiederholt werden.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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