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Attendorn, Attendorn. 31. Mai 2015

Auftakt zur Musikschulwoche – Kinder probieren Instrumente aus

Musik geht bis in Bauch und Zehenspitzen

Musikschule stellt sich vor
Fotos: Volker Lübke
„Ein bisschen Klavier kann ich schon.“ Beim Tag der offenen Tür der Musikschule Attendorn greift Jonas beherzt in die Saiten des dicken Basses. Wie viele andere Kinder war der zwölfjährige mit seinen Eltern am Samstag, 30. Mai, in die Hansaschule gekommen, um nach Herzenslust Instrumente auszuprobieren.

„Der ½-Bass passt ihm schon ganz gut“, stellt Thomas Hofer fest – und lieferte gleich eine Art Typberatung mit. „Bassisten sollten selbstbewusste Personen sein, die in sich ruhen und sich gut konzentrieren können.“ Schließlich verlässt sich nicht selten ein ganzes Orchester oder eine Band auf die Musiker, die mit tiefen Tönen die Linie vorgeben. Jonas hatte sichtlich Spaß an dem großen Gerät, dem er mit dem Bogen Klänge entlockte, die deren Vibrationen „bis in den Bauch gehen“. Ob er sich mit dem Instrument künftig näher anfreunden möchte, weiß der Zwölfjährige noch nicht. Schließlich spielt er schon ein wenig Klavier.
Jonas (12) war von den vibrierenden Klängen aus dem Kontrabass begeistert.
Ähnlich geht es Inka. Sie geht bereits zum Flötenunterricht. Die Harfe, der sie unter Anleitung der Harfen- und Klavierlehrerin Lemme erste Töne entlockte, hat es ihr trotzdem angetan. „Nimm mal die zweite Hand dazu, und jetzt immer abwechselnd“, motiviert die Musiklehrerin. Die Augen der Sechsjährige beginnen zu leuchten, als sie die Klangfülle des für Kinder Instrumentes in Kindergröße hört.
Die sechsjährige Inka spielt schon ein bisschen Flöte. in der Musikschule entlockte sie der Harfe Klänge, die sie faszinierten.
Spielerisch und ohne Umschweife schaffen es die Lehrkräfte der Musikschule, die jungen Besucher zum spielerischen Umgang mit den Instrumenten zu bewegen. Für Scheu oder gar Angst bleibt da gar keine Zeit. Schlagzeuglehrer Hoffe lässt die Mädchen und Jungen im Grundschulalter hinter einer Reihe Congas Platz nehmen – und schaltet den CD-Player ein. Ohne Vorrede, ohne Einweisung oder gar theoretische Erklärungen legt die Gruppe los. Ganz unmittelbar steigen die Kinder und einige Eltern in das rhythmische Spiel ein. „Seht ihr, ist gar nicht schwer. Da haben wir gleich eine richtige Session gemacht.“ Werbung durch Mitmachen Einmal im Jahr lädt die Musikschule Attendorn zum Tag der offenen Tür ein. Ziel sei es, die Kinder aus der musikalischen Früherziehung, die über die Kindergärten angeboten wird, für den Instrumentalunterricht zu gewinnen, erklärt die stellvertretende Leiterin der Musikschule, Martina Kamp im Gespräch mit LokalPlus. Weitere Zielgruppe sind die Viertklässler, die beim wEchsel zur weiterführenden Schule die Bindung zu den Klassenorchestern, die die Musikschule initiiert hat, verlieren. „Natürlich bieten wir auch Instrumentalunterricht für Erwachsene“, sagt Martina Kamp. Viele bleiben auch nach den zehnwöchigen Einsteigerkursen dabei.

Der Tag der offenen Tür war der Auftakt zur Attendorner Musikschulwoche. Die geht am Sonntag, 31. Mai, mit einem Familienkonzert unter dem Titel „Die Traummaschine" um 16 Uhr in der Stadthalle weiter. Insgesamt bietet die Musikschule vom 1. Bis 5. Juni mehr als 80 Veranstaltungen. Das komplette Programm finden Sie musikschule-attendorn.de.
Die Mädchen und Jungen führten auf der Bühne vor, was sie in der musikalischen Früherziehung gelernt haben.
Ein Artikel von Volker Lübke

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