Nachrichten Dies und das
Attendorn, Attendorn, 24. November 2015

Konzept zur Entwicklung der Innenstadt: Stadt stellt nächste Projekte vor

Maßnahmenkatalog für 2016

Die Planung für die Niederste Straße sieht zur Stärkung der Aufenthaltsqualität einen Aktionsstreifen vor.
Die Planung für die Niederste Straße sieht zur Stärkung der Aufenthaltsqualität einen Aktionsstreifen vor.
Nach einem fast zweijährigen Planungsprozess hat der Stadtrat das integrierte Innenstadtentwicklungskonzept mit umfangreichen Maßnahmen beschlossen (LokalPlus berichtete). Hohe Investitionen zur Attraktivierung der Innenstadt sind geplant. Eine Übersicht über die für 2016 geplanten Projekte.

Zahlreiche Bürger hatten sich in den Planungsprozess und damit aktiv in die Entwicklung der Innenstadt eingebracht. In den nächsten acht Jahren sind vielseitige Maßnahmen auf den vier Handlungsfeldern „Verkehr und (Nah-)Mobilität“, „Wirtschaftsstandort Innenstadt“, „Städtebau, Stadtbild und Freiraumqualität“ sowie „Wohnen und Leben“ geplant. Damit, so die Hansestadt Attendorn via Presseerklärung, solle die die Innenstadt nachhaltig gestärkt werden.

Mit der Errichtung der Parkpalette Feuerteich habe die Stadt bereits eine Baumaßnahme in diesem Jahr in Angriff genommen. Für 2016 seien insbesondere für den Bereich Ennester Straße und Niederste Straße Arbeiten vorgesehen. So sollen die beiden Straßenabschnitte zukünftig als Einbahnstraßen geführt und ähnlich einer barrierefreien Mischverkehrsfläche („shared-space“) ausgebaut werden. Innerhalb dieser Fläche sollen sich Fußgänger sowie Rad- und Kraftfahrer den Verkehrsraum künftig teilen, wovon sich die Verwaltung eine Beruhigung des Verkehrs verspricht. Aktionsstreifen an der Niedersten Straße Darüber hinaus soll an der Niedersten Straße ein Aktionsstreifen mit Raum für Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten entstehen. „Die Niederste Straße hat eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen dem Bereich Allee-Center und der Altstadt. Durch den Aktionsstreifen möchten wir diese Funktion stärken und den Straßenabschnitt attraktiver gestalten“, sagt Bürgermeister Christian Pospischil.

Neben der Betonung und Inszenierung des Innenstadteingangs Ennester Tor, der Gestaltung der Grünfläche am Westwall vor der Sonnenschule und dem Bau des dortigen Kreisverkehrs seien in diesen Bereichen für das Jahr 2016 weitere Maßnahmen vorgesehen. So soll auch die Straße „Am Seewerngraben“ umgebaut und eine Linkssabbiegerspur im Bereich Hohler Weg auf die Hansastraße eingerichtet werden. Mit dem Bau des Parkplatzes Mühlwiese und der Umgestaltung des Parkplatzes am Kölner Tor sei der Maßnahmenkatalog für das Jahr 2016 komplettiert. „Zentraler Wegweiser für nächste Jahre“ Für die Umsetzung aller Vorhaben werde die Verwaltung nun einen entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg stellen. Das Gesamtvolumen der Investitionen für die öffentlichen Maßnahmen betrage rund 30 Millionen Euro. „Die umfangreichen Investitionen sind zur nachhaltigen Belebung und Stärkung der Innenstadt nötig, um im Wettbewerb mit anderen Kommunen zu bestehen. Das integrierte Innenstadtentwicklungskonzept bündelt erstmalig alle wichtigen Themen für die Innenstadt und ist damit der zentrale Wegweiser für die nächsten Jahre“, freut sich Bürgermeister Christian Pospischil auf die Umsetzung der Maßnahmen zur Attraktivierung der Innenstadt.

Zur Darstellung der umfangreichen Inhalte des rund 650 Seiten starken Innenstadtentwicklungskonzeptes hat die Hansestadt eine eigene Internetseite eingerichtet, die einen umfassenden Überblick über die geplanten Vorhaben liefern soll. Neben den Maßnahmen mit detaillierten Steckbriefen sollen auch ein gebündelter Pressespiegel, Veranstaltungen und weitere Informationen auf der Internetseite zu finden sein. Außerdem sollen sich Bürger hier demnächst fortlaufend über den aktuellen Baufortschritt informieren. (LP)

Bildergalerie: Maßnahmenkatalog für 2016