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Attendorn, Attendorn, 27. Juni 2016

Marlies Backhaus öffnete am Wochenende ihre grüne Oase für Besucher

Künstlergarten verzaubert mit liebevollen Details

Marlies Backhaus mit ihrer Familie in ihrem grünen Reich: Liebevolle Details begeisterten die Besucher.
Marlies Backhaus mit ihrer Familie in ihrem grünen Reich: Liebevolle Details begeisterten die Besucher.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Normalerweise dürfen nur Freunde, Familie und Bekannte ihre Gärten betreten, doch am Wochenende waren zahlreiche privaten grünen Oasen für alle Gartenfreunde geöffnet. Ob ländlicher Bauerngarten oder grüne Oase, weitläufiger Privatpark oder kleiner Reihenhausgarten: Die Aktion „10. Gartenlust im Sauerland“ zeigte, wie vielfältig und ideenreich die private Gartenkultur ist. Auch Marlies Backhaus aus Attendorn beteiligte sich an der Aktion und öffnete für viele Besucher ihr grünes Domizil.

Schon bevor man den Garten betritt, gibt es viel zu sehen. Vor dem Haus sind zahlreiche Pflastersteine in Form von Gesichtern unter dem Efeu zu entdecken. Eine Maske umschlingt einen Pfeiler und die kleinen Figuren, die aus dem Grün herausschauen, sind hier auch schon länger zu Hause.

Neben dem Haus der Familie Backhaus gelangt man in den Garten. Ein Blick zum unmittelbaren Nachbarn zeigt dessen Vorliebe für Vogelhäuschen in allen Formen und Farben. Kunst scheint ansteckend zu sein. Dann betritt der Besucher einen zauberhaften Künstlergarten zwischen Natur, Kunst und ein bisschen Kitsch. Inmitten der gebändigten Pflanzenvielfalt gibt es lauschige Wege, kleine Ruhebereiche und einen Teich. Überall im Garten verteilt findet man skurrile Figuren und Objekte. Immer wieder gibt es Neues zu entdecken. 36 Jahre voller Ideen „Der Garten ist so im Laufe der letzten 36 Jahren entstanden“, gibt Marlies Backhaus gerne Auskunft. Irgendwann habe es auch mal einen Plan gegeben, wie der Garten aussehen sollte, doch dann kamen immer wieder neue Ideen und auch Pflanzen hinzu. Eine Kletterrose, gerade einmal seit drei Jahren im Garten beheimatet, hat sich Halt in einem benachbarten Baum gesucht, der sich jetzt mit fremden Federn, oder besser: fremden Blüten schmückt. Im hinteren Bereich ist ein Hügel bunt bepflanzt. Nimmt man ihn in Augenschein, entdeckt man den Pool der Familie. „Das ist der Aushub von unserem Haus“, erzählt Marlies Backhaus, „Zunächst hatten wir auf dem Hügel einen Pool, doch dann haben wir den Pool in den Hügel verlegt und mit einem Glasdach versehen.“

Das kann man bei Bedarf öffnen und unter freiem Himmel schwimmen. Die dazu gehörige Technik ist dezent im benachbarten Gartenhaus versteckt. „Ich nutzte den Pool täglich“, erklärt Hausherr Hans Joachim Backhaus. Künstlerin am Werk Überall im Garten findet man kleine Kunstwerke. Immerhin ist Marlies Backhaus Künstlerin und versuchte in ihrem Berufsleben Schülern die Kunst nah zu bringen. „Manche Arbeiten, die hier zu finden sind, sind von meinen Schülern und dann einfach hier geblieben.“ Wer möchte, kann auch das Haus der Familie Backhaus besichtigen. Gefragt ist auch eine Tasse Kaffee mit einem Stück selbst gebackenem Kuchen. Schnell findet sich im Wintergarten eine lockere Runde von Gartenfans zusammen. Einhellige Meinung: Ein traumhafter und sehenswerter Garten.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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