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Attendorn, Attendorn, 16. August 2015

Projekt „breaking history“ endet mit interaktivem Fest

Kinder entdecken und erleben Museum

Projekt: Kinder entdecken Museum
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Mit einem „Mitmach-Fest“ endete am Sonntag das sechsmonatige Museumsprojekt „breaking history“. Ziel der Aktion: Kindern des Jugendzentrums Attendorn die Schätze des Südsauerlandmuseums und die Zeit, in der sie entstanden sind, auf vielfältige pädagogische Weise nahezubringen.

„Dadurch hatten die Kinder die Möglichkeit, ihre Sicht des Museums zu präsentierten und somit als Museumsbotschafter anderen Kinder und Jugendlichen einen Zugang zum Museum und zu dessen Erkundung zu vermitteln“, erklärte Horst Peter Jagusch, stellvertretender Bürgermeister beim Mitmach-Fest. „Das Südsauerlandmuseum wurde vom Deutschen Museumsbund Berlin als Förderprojekt ausgewählt. Unter zahlreichen interessierten Museen aus dem ganzen Bundesgebiet erhielt das Südsauerlandmuseum den Förderzuschlag für das Projekt ,breaking history´“, freute sich Museumsleiterin Monika Löcken.
Gemeinsam mit Kunsthistorikerin Andrea Arens, Erzieherin Anna Orsini vom Jugendzentrum Attendorn und der freischaffenden Künstlerin Marlis Backhaus erlebten die Kinder des Jugendzentrums Attendorn das Südsauerlandmuseum auf eine ganz besondere Weise zu den Themen:

•Gegenwart: Werke von Künstlern der Region aus dem 20. Jahrhunderts wurden in Augenschein genommen. Wahrzeichen der Stadt wurden mit Hilfe von Marlis Backhaus aus Postkarten dargestellt.
•Barock: Fürstliches Leben: Wie war der Adel im Sauerland? Als Mitmach-Aktion konnten Anziehpuppen erstellt werden mit der dazu passenden Kleidung aus der Epoche.
•Mittelalter: Gesellschaften und Netzwerke – wie war das Leben im mittelalterlichen Attendorn? Zum Mitmach-Fest war eigens ein Ritter mit seinem Knappen vor Ort, der Einblicke in sein Leben gab.
•Steinzeit: Der Mensch setzt sich durch. Überlebensstrategien in der Steinzeit. Ein Steinmetz zeigte, wie Werkzeuge mit Keilspitzen hergestellt wurden.
•Devon: Pflanzen–Tiere–Umwelt: das Sauerland vor 350 Millionen Jahren. Höhlenmalereien standen hier im Mittelpunkt und konnten mit den Hilfsmitteln von damals selber erstellt werden
•Zukunft: Wie wird es hier bei uns in 500 Jahren aussehen? Mit Hilfe einer Computeranimation konnten die Kids darstellen, wie das Südsauerlandmuseum wohl 2515 aussehen wird.
„Wir wollen mit diesem Projekt auch nachhaltig für das Museum und seine Schätze begeistern“, so Monika Löcken. Das dürfte gelungen sein.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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