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Attendorn, 16. Dezember 2016

„Ich bin wie eine Brausetablette“

Karl-Wilhelm Müller nach zehn quälenden Jahren schmerzfrei

Karl-Wilhelm Müller fand Hilfe in der Helios Klinik Attendorn - bei Schmerz-Spezialist Frank Dreber.
Karl-Wilhelm Müller fand Hilfe in der Helios Klinik Attendorn - bei Schmerz-Spezialist Frank Dreber.
Foto: Kirsten Buch
Attendorn. Karl-Wilhelm Müller erhielt an der Helios Klinik Attendorn von Schmerz-Spezialist Frank Dreber Hilfe gegen seine chronischen Schmerzen. Hier erlebte der Westerwälder das Ende einer zehnjährigen Leidenszeit – und blickt jetzt mit neuer Energie positiv nach vorne.

Mehrfache Operationen an der Hals- und Lendenwirbelsäule, Schulter, Knie und Hüfte, eine Krebserkrankung und weitere Leiden, die nie richtig ausheilten: Zehn Jahre lang war Karl-Wilhelm Müller von starken chronischen Schmerzen ausgebremst, er konnte zeitweise kaum aufstehen und nur gebückt sehr kurze Strecken gehen.

Kein Arzt konnte ihm die Schmerzen effektiv nehmen. Durch das Leiden und auch durch die Angst, dass alles immer schlimmer würde, fühlte er sich gebrochen, zog sich mehr und mehr zurück und verlor den Glauben an einen Ausweg. Seine Familie litt nicht nur finanziell unter der fehlenden Arbeitskraft, sondern auch emotional unter dem immensen Leidensdruck des Ehemanns und Vaters. Medikamente-Liste mehrere Seiten langZuweilen habe ihn der Mut verlassen, erzählt der gelernte Schmied und Schlosser, der auch als Soldat, im Straßenbau und als Bergmann immer schwer gearbeitet hat. Die Liste all der Medikamente, die ihm kaum geholfen haben, umfasst mehrere Seiten. „Ich war ein harter Kerl, aber das konnte ich nicht mehr aushalten“, sagt er heute.
Zehn Jahre lang hatte Karl-Wilhelm Müller mit kaum auszuhaltenden Schmerzen zu kämpfen.
In der Attendorner Schmerzklinik wurde Müller zunächst von den starken Schmerzmittel entwöhnt und bekam neben medizinischer, psychologischer, ergo- und physiotherapeutischer sowie medikamentöser Therapie auch einen Bewegungsplan, der ihn langsam wieder aufgerichtet und gekräftigt hat. Nach dreieinhalb Wochen interdisziplinärer Behandlung fühlt sich der Westerwälder heute wieder gut, hat neue Zuversicht – und endlich wieder positive Energie. Müller will anderen Patienten Mut machen„Ich bin wie eine Brausetablette, ich kann endlich wieder aktiv sein.“ Mut machen möchte Müller jetzt anderen Langzeit-Kranken, die noch nicht die richtige Hilfe gefunden haben. „Wir chronischen Schmerzpatienten haben kaum eine Lobby, deshalb ist es mir wichtig, zu sagen: Doch, es gibt Hilfe! Glaubt daran und gebt nicht auf!“

Seine auf Spezielle Schmerztherapie spezialisierten Ärztin Ute Weyand aus Rennerod-Emmerichenhain, hatte ihm die Attendorner Schmerzklinik empfohlen. Ihr ist Müller dankbar und mit ihr wird er jetzt weiter an seiner Genesung arbeiten. Zudem möchte er sich für andere Menschen engagieren.Schwere Arbeit für Müller nicht mehr möglichSchon während seiner Leidenszeit hatte sich Karl-Wilhelm Müller um einen behinderten jungen Mann gekümmert, der ihn auch mit seiner Familie in Attendorn besucht hat. Ihm und anderen Menschen, die Hilfe brauchen können, will Müller jetzt seine freie Zeit widmen. „Schwer arbeiten kann ich nicht mehr, aber ich kann wieder anderen ein wenig Unterstützung anbieten. Das ist sehr viel wert für mich.“
(LP)

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