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Attendorn, 02. Oktober 2017

Schüler lernen Plastikmüll zu vermeiden

Internationale Projektwoche am St.-Ursula-Gymnasium

Schüler und Lehrer aus fünf Ländern nahmen an der Internationalen Woche am St.-Ursula-Gymnasium teil.
Schüler und Lehrer aus fünf Ländern nahmen an der Internationalen Woche am St.-Ursula-Gymnasium teil.
Foto: privat
Attendorn. Wie lässt sich die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll eindämmen oder gar verhindern? Zu dieser Frage fand kürzlich am St.-Ursula-Gymnasium eine internationale Projektwoche mit Schülern aus fünf verschiedenen europäischen Ländern statt.

Beteiligt waren neben einem Schülerteam des Attendorner Gymnasiums vier sechs- bis achtköpfige Gruppen von Partnerschulen aus Irland, Norwegen, Litauen und England. Sie alle lernten in Workshops und Diskussionsveranstaltungen die Dimensionen des weltweiten Plastikmüllproblems kennen und diskutierten die Konsequenzen für das eigene Handeln.

In der feierlichen Auftaktveranstaltung betonte Fremdsprachen-Koordinator Markus Aufderlandwehr die zum Teil schon langjährigen Kontakte mit den teilnehmenden Schulen. Der Besuch so vieler Partner verleihe dem 100-jährigen Jubiläum der St.-Ursula-Schulen einen besonderen Charakter. Unter Mitarbeit von Anke Reinitz, Martina Richter, Anneliese Schmelter-Schulte und Frank Kugelmeier, alle Mitglieder des Kollegiums des St.-Ursula-Gymnasiums, war das Projekt über mehr als ein Jahr intensiv vorbereitet worden.
Die Projektwoche führte auch zu den Vereinten Nationen in Bonn.
Im Mittelpunkt der fünftägigen Projektarbeit, die durch das europäische Förderprogramm „Erasmus +“ sowie durch Spenden lokaler Firmen gefördert wurde, standen neben Umwelt-Workshops Gespräche mit den Europaabgeordneten Peter Liese (CDU) und Birgit Sippel (SPD) eine Besichtigung des kunststoffverarbeitenden Betriebs Westmark in Elspe sowie ein Besuch bei den Vereinten Nationen in Bonn. Ein besonderes Highlight der Projektwoche war eine Diskussion mit Vertretern des Bundesumweltministeriums, zu der diese die Schülergruppe nach Bonn eingeladen hatten. Hier konnten die Jugendlichen tiefgehende Einblicke in die Umweltpolitik auf nationaler und europäischer Ebene gewinnen.

Um eine Verständigung über alle Nationalitäten hinweg zu gewährleisten, fanden sämtliche Veranstaltungen in englischer Sprache statt. Eine in der Schule aufgebaute englischsprachige Cartoon-Ausstellung der Friedrich-Naumann-Stiftung zum Thema Europa gab dem internationalen Treffen einen zusätzlichen Impuls.
Auf dem Attendorner Marktplatz informierten die Schüler über Plastikmüll-Vermeidung.
Den Abschluss der Projektwoche bildete eine besondere Aktion der Schüler in der Attendorner Fußgängerzone. Auf dem Marktplatz zwischen Südsauerlandmuseum und Sauerländer Dom installierten die Jugendlichen 200 Kunststofftüten und verdeutlichten den Passanten so den EU-weiten durchschnittlichen Plastikbeutel-Verbrauch pro Kopf und Jahr. Zugleich kamen die internationalen Schüler auch ins Gespräch mit der Bevölkerung und verteilten kleine Ratgeber zur Vermeidung von Plastik im Alltag.

Über die zahlreichen thematischen Veranstaltungen hinaus boten ein Grillabend mit freundlicher Unterstützung der SGV-Abteilung Attendorn an der Aussichtsplattform Biggeblick und eine Disco in der Aula der Schule reichlich Gelegenheit für Spaß und ein vertiefendes Sich-Kennenlernen.

Ein besonderer Dank, so Markus Aufderlandwehr, gilt den vielen Gastfamilien des St.-Ursula-Gymnasiums in und um Attendorn, deren unkomplizierte und offene Bereitschaft, die zahlreichen Gastschüler aufzunehmen, ein solches Projekt erst ermöglicht hat. Die bestehenden Kontakte wolle man in den nächsten Jahren nun auch für Gegenbesuche in den Partnerländern nutzen.
(LP)

Bildergalerie: Internationale Projektwoche am St.-Ursula-Gymnasium