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Attendorn, 04. Juni 2018

Nach zweijähriger halbseitiger Sperrung

Ihnetalbrücke ab 18. Juni wieder zweispurig befahrbar

Das Warten vor der Ampel hat ab dem 18. Juni ein Ende.
Das Warten vor der Ampel hat ab dem 18. Juni ein Ende.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Ihnetal. Voraussichtlich am 18. Juni wird die halbseitige Sperrung der Ihnetalbrücke in Höhe des Biggedamms aufgehoben. Dann soll der Begegnungsverkehr wieder zweispurig und ohne Ampelverkehr auf der Landstraße 512 zwischen Attendorn und Olpe fahren können. Das hat Karl-Josef Fischer, Medienbeauftragter der Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW am Montag, 4. Juni, auf Anfrage von Lokalplus bestätigt.

Seit rund zwei Jahren wird der Verkehr mit Hilfe einer Ampelanlage in drei Phasen über die marode Brücke geführt, die aus statischen Gründen nur noch einspurig befahrbar ist. Die Stahlbetonbrücke aus dem Jahr 1959 war den Belastungen des heutigen Straßenverkehrs nicht mehr gewachsen musste mit einer Stahlkonstruktion abgestützt werden. Am Montag, 4. Juni, erfolgte die Abnahme der Baustelle durch Straßen.NRW.

„Nun gibt es noch Absackungen zwischen Brücke und Fahrbahn, die beseitigt werden müssen“, erklärt Karl-Josef Fischer. Hier wird erst der Asphalt herausgefräst, und mit einer neuen Schicht werden Brücke und Straße verbunden. „In der Zeit kann es noch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Danach wird die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben.“ Zeitaufwändige Arbeiten an Traggerüst und Fundament Das Anlegen des Traggerüstes für die alte Brücke hat rund ein Jahr länger gedauert als ursprünglich geplant. Neben Abstimmungen mit der Deutschen Bahn, deren Strecke unterhalb der Brücke verläuft, machte laut Fischer auch das Fundament für das Stahlkorsett unterhalb der alten Brücke Probleme.

„Das war auch für uns Neuland, und wir mussten tiefer bohren als geplant, um festen Untergrund für die neu angelegten Fundamente zu bekommen.“ Für die Fundamente des Stahlkorsetts mussten unzählige kleine Pfähle bis zu 13 Meter in den lockeren Untergrund gerammt werden, denn erst ab sieben Meter komme man auf eine tragfähige Felsschicht.
Doch ab dem 18. Juni ist das alles Geschichte und der weitere Bau geht erst 2020 weiter. Dann soll neben der bestehenden Brücke eine neue Brücke gebaut werden. „Diese Brücke soll dann mit der L512 und der L539 durch einem Turbokreisel wie in Altenhundem verbunden werden“, erklärt Fischer weiter.

„Erst wenn diese Brücke und der Turbokreisel für den Verkehr freigegeben sind, wird die alte Brücke abgerissen. Auch dafür benötigen wir die Stahlkonstruktion unterhalb der jetzigen Brücke. Diese gibt der alten Brücke in der Zeit Stabilität und ermöglicht uns den Abriss. Das wird allerdings nicht vor 2021 geschehen.“ Was aus der Baustraße wird, die jetzt  von der L 539 (Ihnestraße) hinunter in das Tal der Ihne führt, ist laut Fischer ebenfalls noch offen. „Die Straße ist so ausgebaut, dass hier schwere Maschinen fahren können. Wenn die Stadt dieses beispielsweise als Radweganschluss nutzen will, kann man da sicher drüber reden.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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