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Attendorn, Attendorn, 21. Mai 2016

Rüdiger Hoffmann in der Stadthalle

„Ich hab´s doch nur gut gemeint“

Kleiner Watschek kontert Comedian aus
Fotos: Nils Dinkel
Seit vielen Jahren begeistert er seine Besucher, wie auch in der Stadthalle Attendorn. So trat Rüdiger Hoffmann mit der gewohnt ruhigen und lässigen Art auch Freitag, 20. Mai, in der Hansestadt auf. Mit seinem neuen Programm „Ich hab´s doch nur gut gemeint“ stand er mehr als zwei Stunden im kleinen Rahmen auf der Bühne und überzeugte musikalisch am Flügel, wo Hoffmann Gesangseinlagen der Besucher einforderte – und auch mit Sketchen.

Wer ihn kennt, hat wohl nur darauf gewartet: „Hallo erstmal… Ich weiß gar nicht ob Sie es wussten“ sorgte für den ersten großen Applaus, der am Ende nur einer von vielen war. Hoffmann lockerte die Stimmung mit Häschen-Witzen und einer Ode an das Sauerland oder an die Hansestadt auf. „Jeder muss einmal hier aufgetreten sein“, sagte er. Außerdem appellierte er an seine Besucher: „Lachen ist gesund und klatschen steigert die Potenz.“ Auf den Abend verteilt brachte Hoffmann unzählige Lacher ein. So seien Gesellschaftsspiele aus seiner Sicht genauso spannend, wie drei Stunden lang die Hämorriden beim Arzt veröden zu lassen - „ohne Betäubung“, so der Comedian. Auch über einen für ihn katastrophalen Campingurlaub in Holland hatte Hoffmann so einiges zu erzählen, den er gemeinsam mit den Freunden Monika und Hans-Peter machte.
„Hans-Peter wollte das Lagerfeuer auspinkeln. Da wandte Monika 'im Sitzen' ein. Das war es für seine Kronjuwelen.“ "80 Prozent der Deutschen zufrieden" Auch Statistiken arbeitete Rüdiger Hoffmann in sein Programm ein: „80 Prozent der Deutschen sind zufrieden. Die anderen 20 Prozent sind Hannover 96 oder Stuttgart Fans.“ Außerdem würden laut Statistik 100 Prozent der verheirateten Menschen sterben. Seine Handpuppe Watschek betrat ebenfalls die Bühne. Die Besucher riefen der Puppe „kleiner Watschek, aufwachen“ zu.

Der war davon jedoch nicht so begeistert und fühlte sich in seiner Rolle als Topflappen missbraucht. Außerdem fragte Watschek, wie sich Hoffmann wohl fühlen würde, wenn man ihm die Hand dahin stecke, wo die Sonne nicht scheint. Außerdem sagte die Handpuppe, dass sie bei Sascha Grammel Asyl beantragen wolle, woraufhin Hoffmann konterte: „Das kannst du vergessen. Der nimmt nur professionelle!“ Weihnachten, Elternzeit und Frauenprobleme Weitere Themen des Comedians waren noch die Elternzeit, Weihnachten, also dem Fest der Besinnung (bei ihm habe es eine Woche gedauert bis er wieder zur Besinnung gekommen sei) und ein Bekannter, der Frauenprobleme habe. „Eigentlich hat der gar keine Frauenprobleme. Er hat ja keine“, sagte Hoffmann. Insgesamt konnte er mit einem abwechslungsreichen Programm in der Hansestadt Eindruck schinden.
Ein Artikel von Nils Dinkel

Bildergalerie: „Ich hab´s doch nur gut gemeint“