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Attendorn, 04. März 2017

HELIOS Klinik Attendorn: zweitätigen Komplett-Check bestanden

Die umfassende Beratung der Patienten gehört auch zur Aufgabe des Zentrums. Hier erklärt der leitende Oberarzt Joachim Rupp seinem Patienten die bei ihm verwendete Prothese.
Die umfassende Beratung der Patienten gehört auch zur Aufgabe des Zentrums. Hier erklärt der leitende Oberarzt Joachim Rupp seinem Patienten die bei ihm verwendete Prothese.
Foto: Kathrin Menke
Das zertifizierte EndoProthetikZentrum an der HELIOS Klinik Attendorn hat nach seiner Gründung vor drei Jahren den ersten zweitätigen Komplett-Check der unabhängigen Zertifizierungsstelle ClarCert rundheraus bestanden.

Das handwerklich gute Ergebnis jeder einzelnen Endoprothese hängt von der großen Erfahrung der Operateure ab, wie kürzlich wieder von der AOK in der Diskussion um Mindestmengen von OPs festgestellt wurde. „Wir implantieren so häufig künstliche Gelenke in Knie und Hüfte, aber auch an anderen Gelenken, dass unsere Erfahrung sehr groß ist. Stets sind zwei versierte Operateure mit langjähriger Berufserfahrung am Tisch, und wir bilden laufend neue Spezialisten aus, die die Operationstechniken bei uns von der Pike auf lernen“, berichtet Chefarzt Dr. med. Manfred Kemmerling, der seit über 16 Jahren in Attendorn Gelenkerkrankungen behandelt.
Chefarzt Dr. med. Manfred Kemmerling leitet das Zentrum.
Dass sich an seinem Zentrum kein Patient eine Infektion zugezogen hat, liegt auch an einer intensiven gemeinsamen OP-Vorbereitung. So erhält jeder Patient ein Set mit desinfizierender Nasensalbe und Duschgel, welche schon zuhause angewendet werden. Ziel ist es, die Keimbesiedlung der Haut zu minimieren, so dass eine Infektion mit selbst mitgebrachten Keimen so gut wie unmöglich wird.

„Jeder Mensch ist natürlicherweise dicht mit Bakterien besiedelt – der Hautflora. Vor bestimmten Operationen kann es aber sinnvoll sein, diese zu verringern. Denn: Je geringer die sogenannte ‚Keimlast‘ auf der Haut oder Schleimhaut eines Patienten ist, desto besser kann sein Immunsystem auf die verbleibenden Keime reagieren“, erklärt Dr. Christof Alefelder, Regionalkrankenhaushygieniker der HELIOS Region NRW. EndoProthetikZentrum wird zertifiziert Das EndoProthetikZentrum in Attendorn wird nach den hohen Qualitätskriterien der Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie zertifiziert. Zu dem laufend optimierten Prozedere rund um die OP gehört auch eine frühzeitige Aktivierung des Patienten durch eine konsequente Physiotherapie, schon vor und vor allem direkt nach der OP. Hierfür sorgt als Kooperationspartner die Praxis Elithera von Adolf Schmidlin, wo die Patienten auch weitere Bewegungsangebote wahrnehmen können.

Die Patienten werden nach der OP schneller mobil und kehren in den Alltag zurück, bei gleichzeitig geringeren intensivpflichtigen Komplikationen. Die Nachfrage gibt den Bemühungen Recht – im letzten Jahr wurden rund 2000 Patienten stationär behandelt, davon 270 Eingriffe mit Gelenkersatz. Im ambulanten Bereich waren es fast 10.000 Patientenkontakte, die von Dr. Kemmerling und seinem Team durchgeführt wurden.
Informationen rund um den Gelenkersatz hören Interessierte beim nächsten Vortrag unter dem Titel „Gelenkschule“ am 07. Juni 2017 um 18 Uhr im Großen Saal der HELIOS Klinik Attendorn. Anmeldungen zur Sprechstunde über das Sekretariat der Orthopädie, Telefon: (02722) 60-2458. Weitere Infos unter www.helios-kliniken.de/attendorn.
(LP)

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