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Attendorn, Attendorn, 16. Dezember 2015

Caritas-Zentrum spendet 3000 Euro an multikulturellen Treffpunkt

Finanzspritze für Kennenlern-Projekte

Uwe Beul überreichte den symbolischen Spendenscheck zusammen mit Azubis und FSJlern des Caritas-Zentrums.
Uwe Beul überreichte den symbolischen Spendenscheck zusammen mit Azubis und FSJlern des Caritas-Zentrums.
Fotos: Barbara Sander-Graetz

Ein Verzicht ermöglichte eine Spende: Uwe Beul, Leiter des Caritas-Zentrums Attendorn, hat den Organisatoren des multikulturellen Treffpunkts jetzt 3000 Euro im Attendorner Pfarrheim überreicht.

Jährlich erhalten die Mitarbeiter des Caritas-Zentrums kleine Weihnachtsgeschenke. Darauf hatten sie in diesem Jahr verzichtet, um den Treffpunkt finanziell unterstützen zu können. Ein weiterer Teil der Finanzspritze war bei der Tombola im Rahmen einer Weihnachtsfeier zusammengekommen. Wichtig für alle Beteiligten sei gewesen, dass der Erlös für ein Projekt in Attendorn gespendet wird, so Beul.

Der multikulturelle Flüchtlingstreff im Attendorner Pfarrheim fand dabei die Zustimmung aller. „Wir möchten den Menschen eine Willkommenskultur entgegenbringen“, sagte Mechthild Tilke, Caritas-Koordination für das Dekanat Südsauerland. Genau das gelinge mit dem Treffpunkt, den verschiedene Verbände und Institutionen geschaffen hatten. Pfarrheim als regelmäßiger Treffpunkt Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge wächst auch in Attendorn. Dem wollen Caritaskonferenz, Caritasverband, Fachdienst Integration/Migration, Pastoralverbund Attendorn und Vinzenz-Konferenz gemeinsam Rechnung tragen. An jedem ersten und dritten Dienstag im Monat ist das Pfarrheim seit April von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Bei Kaffee, Tee und Gebäck können Besucher sich unterhalten, spielen und einander kennenlernen.

„Hinzu kommt jetzt immer montags ebenfalls von 15.30 bis 17.30 Uhr ein Sprachkurs, der als niederschwelliges Angebot gedacht ist“, ergänzt Andrea Müller von der Caritaskonferenz St. Johannes Baptist. „Hier wird zusammen erzählt und gesprochen. Es ist also kein Sprachkurs im klassischen Sinn.“

„Der multikulturelle Treffpunkt soll Gemeinschaft zwischen Jung und Alt, aller Nationalitäten und Konfessionen schaffen. Bei Sprachbarrieren wird Hilfe angeboten. Stadtführungen sollen den Flüchtlingen Attendorn näher bringen. Besondere Angebote gibt es auch für Kinder. Außerdem sind Kochkurse und Ausflüge nicht für die Flüchtlinge, sondern mit den Flüchtlingen geplant“, so Mechthild Tilke, „Dort haben wir vielfältige Möglichkeiten die großzügige Spende einzusetzen.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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