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Attendorn, Attendorn, 29. November 2015

Feuerwehr: „Investieren in die Sicherheit unserer Stadt“

Bei der Jahresdienstbesprechung wurden Feuerwehrleute zum Brandmeister befördert.
Bei der Jahresdienstbesprechung wurden Feuerwehrleute zum Brandmeister befördert.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
214 Mal war die Feuerwehr der Stadt Attendorn mit ihren acht Einheiten und 315 aktiven Kameraden im vergangenen Jahr im Einsatz. Ob Brände oder technische Hilfe, ob umgestürzte Bäume oder Tiere in Notlagen – bei Alarmierung sind die Männer und Frauen zur Stelle. Lob und Anerkennung gab es bei der Jahresdienstbesprechung der Wehr am Samstagabend, 29. November, in der Schützenhalle Dünschede.

Ergänzt wird die Wehr durch zwei Musikzüge und einen Spielmannszug mit insgesamt 219 Musikern. Peter Heuel, Attendorns stellvertretender Wehrführer, ging in seinem Jahresbericht auf spektakuläre Einsätze des vergangenen Jahres ein, ließ aber auch nicht unerwähnt, wie viel Zeit die einzelnen Kameraden in die Aus- und Weiterbildung investieren und das alles für ein Ehrenamt.

Spektakulär war ein Dachstuhlbrand im September am Waldenburger Weg. Den hatte zuvor auch schon Bürgermeister Pospischil in seiner Begrüßung aufgegriffen. „Bei diesem Haus handelte es sich um das Geburtshaus meines Vaters. Was wir in die Feuerwehr investieren, investieren wir in die Sicherheit unserer Stadt.“ 3,2 Millionen Euro sind im Haushalt für das kommende Jahr für den Brandschutz veranschlagt. Außerdem wird das Feuerschutzkonzept 2020 weiter vorangetrieben. Neben dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses im Repetal steht ein neues Gerätehaus für den Löschzug Ihnetal an. „Unterbringung nicht länger tragbar“ Für dieses Feuerwehrhaus wurde schon eine Immobilie erworben, die notwendig ist, um ausreichend Platz für einen Neubau bereitzustellen.
„Wir hoffen, den Neubau in naher Zukunft umsetzen zu können“, so Peter Heuel. „Die Unterbringung sowohl in Listerscheid, aber vor allem auch in Neu-Listernohl ist nicht mehr länger tragbar.“
Peter Heuel, Attendorns stellvertretender Wehrführer.
Auch die beengten Platzverhältnisse für die Attendorner Wehr war ein Thema der Jahresdienstbesprechung. „Einen Vorschlag der Verwaltung, ein Zentrallager mit Unterbringung von Gerät und Nachschubkomponenten im Eckenbachtal wurden von der Wehrführung gern entgegen genommen. Geplant ist ein Gebäude, in dem sowohl der Kreis, die Wehr und der Bauhof Räumlichkeiten bekommen. Hier könnten Komponenten für den zweiten Abmarsch sowie Nachschubmaterial untergebracht werden. So lange die Bebauung aber noch stockt, werden wir das Feuerwehrhaus in Dünschede nach dem Umzug in das neue Feuerwehrhaus Repetal nutzen.“

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Paul Gerhard Hofacker ging bei seinen Grußworten nochmals auf die Wichtigkeit der PSU ein, die in Attendorn durch Christin Lautsch und Tobias Schrottke erfüllt werden. PSU meint die Psycho Soziale Unterstützung, die Hilfe und Unterstützung von Helfern für Helfer anbietet. Beide absolvierten in diesem Jahr eine umfangreiche Ausbildung in der Notfallseelsorge am Institut der Feuerwehr in Münster. Keine Nachwuchssorgen Nachwuchssorgen sind bei der Attendorner Wehr kein Thema. 108 Jugendliche werden bei allen acht Einheiten ausgebildet. Diese bilden oft Jahre später eine solide Grundlage der örtlichen Wehren. Das zeigte sich bei den Ehrungen. So bekamen neben Stephan Kirchhoff, Michael Plaßmann, Martin Saure, Matthias Schröder (LG Dünschede), Markus Kamp (LZ Ennest), Stefan Belke, Mathias Vogt (LG Helden), auch Hermann Huckestein und Manfred Stracke(LG Lichtringhausen) das goldene Ehrenabzeichen der Feuerwehr. Viele haben ihre Laufbahn vor 35 Jahren in der Jugendwehr begonnen.

Das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre ging an Peter Löser (LZ Attendorn), Volker Biecker (LG Dünschede), Roger Busenius, Wilhelm Kamp, Klaus Keseberg (LZ Ennest), Guido Schuler, Carsten Springob (LG Lichtringhausen), Michael Gogic, Michael Pusch, Oliver Schulte (LG Listerscheid), Tobias Krahn (LG Neu-Listernohl) und Frank Theimann (LG Windhausen).

In die Altersabteilung verabschiedet wurden Wolfgang Keseberg (LZ Attendorn), Manfred Stracke (LG Lichtringhausen) und Michael Heuel (LG Neu-Listernohl). Wechsel in Spitze Einen Wechsel gab es in der Führungsspitze des Löschzuges Ebbe (LG Lichtringhausen und Windhausen). Löschzugführer Frank Heissen gab nach 11 Jahren sein Amt an Frank Schmidt weiter.
Wechsel beim Löschzug Ebbe mit Frank Heissen, Frank Schmidt, Dominik Schöne und Matthias Zacker (von links).
Dessen Amt als Stellvertreter wurde mit Matthias Zacker besetzt. Matthias Zacker wiederum war bis dato stellvertretender Löschgruppenführer in Windhausen. Dieses Amt ging an Dominik Schöne.
Hörte nach 36 Jahren als Ausbilder auf: Winfried Kliemann (Mitte).
Nach 30 Jahren als Ausbilder im Funkbereich mit 36 Kursen und 648 Teilnehmern wurde Winfried Kliemann aus Listerschied verabschiedet. Er hat im Sommer seinen letzten Kurs gegeben. 56 Beförderungen Über Beförderungen konnten sich 56 Feuerwehrleute freuen. Zum Stadtbrandinspektor wurde Michael Wojciechowski vom LZ Attendorn ernannt. Neue Brandinspektoren sind Sascha Klein (LZ Attendorn), Michael Siepe (LZ Ennest)und Björn Jarosz (LG Helden). Tobias Bock (LZ Ennest), Marcel Florath (LG Lichtringhausen) und Tobias Krahn (LG Neu Listernohl) sind ab sofort Oberbrandmeister. Brandmeister wurden: Lukas Vogt (LZ Ennest), Tobias Arens, Jens Müller (LG Helden) und Stabführer Chris Kebben vom Spielmannszug Listerscheid.

Unterbrandmeister wurden Stephan Außem, Florian Hamers, David Hundt, Benedikt Raspovic, Peter Schüttler (LZ Attendorn), Felix Hesse, Matthias Jung (LZ Ennest), David Schulte (LG Helden), Christian Heuel (LG Neu-Listernohl) und Christopher Bitter (Betr. FW Mubea).
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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