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Attendorn, Attendorn, 13. Mai 2016

Windpark: Artenschutzprüfungen laufen

Fernholte: Biotope bleiben

Fernholte: Biotope bleiben
Bei der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 11. Mai, wurde nicht nur über die Zukunft des Pollers rückseitig von Schuh Hoberg entschieden, sondern auch über die Zukunft des Industriegebietes Fernholte. Bei einer Gegenstimme wurde für die Variante 5a gestimmt.

Bei dieser Variante erfolgt ein vollständiger Erhalt der durch ein Gutachten als schützenswert und artenreich erkannten Biotope. Außerdem werden die nördlich liegenden Flächen von jeglicher Bebauung ausgeschlossen. Damit ist das Gebiet gerade noch so groß, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist. „So kommen wir schnell unserem Ziel für benötigte Gewerbeflächen nach“, so Bürgermeister Pospischil.

Alberto Zulkowski (SPD) sprach sich massiv gegen die Pläne aus. „Das ist mit extrem hohen Risiken verbunden und die Bürgerinitiative wird auch sicher hier klagen.“ Das rief Pospischil auf den Plan: „Das ist typisch für Bürgerinitiativen. Sie suchen nur nach rechtlichen Fehlern, um zu klagen. Aber sie bewerten nicht die ökologische Verbesserung, die diese Variante beinhaltet.“ Bürgermeister informiert über Windpark „Wir alle wissen, dass ist höchstens eine Verzögerung, aber keine Verhinderung“, so Ralf Warias (FDP/Die Grünen). Mit einer Gegenstimme wurde die Variante 5a beschlossen.

Christian Pospischil nutzte auch die Versammlung, um über den Sachstandsbericht zum „Bürgerwindparkprojekt“ zu informieren. So hat es im April eine Versammlung mit den Eigentümern der Vorrangflächen gegeben. „Wir wollen einen Daumen auf den Flächen haben, auch wenn noch nicht entschieden ist, welche Flächen es letztlich werden. Jetzt laufen Gespräche über einen möglichen Verkauf dieser Flächen.“ Die „Projektentwicklung Bürgerwindpark Attendorn GmbH“ werde in Kürze ins Handelsregister eingetragen. Außerdem habe man das Gespräch mit Unternehmen und der BI Repetal gesucht. „Ich denke, wir konnten einige Skepsis zerstreuen und werden auch weiterhin transparent arbeiten.“ Nun laufen die Artenschutzprüfungen auf dessen Ergebnisse man bis Ende des Jahres hoffe. Badestelle kann vorzeitig öffnen Weiteres Thema war die Badestelle Schnütgenhof. „Die kann vorzeitig geöffnet werden“, erklärte Carsten Graumann, Beigeordneter der Stadt. Man müsse zwar noch eine Wasserprobe nehmen, das sei Vorschrift und die Grünfläche herrichten, aber bei Temperaturen über 20 Grad sei dieses möglich.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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