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Attendorn, Attendorn, 24. Oktober 2015

Werthmann Werkstätten: Tag der offenen Tür in neuen Räumen

„Es geht um Sozialkontakte und Selbstbewusstsein“

Werthmann Werkstätten präsentieren sich
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Mit einem Tag der offenen Tür präsentierten sich die Werthmann Werkstätten, Abteilung Attendorn, am Samstag am neuen Standort im Industriegebiet Askay. Vertreter aus Politik sowie von kirchlichen und sozialen Organisationen schauten sich die neuen Räume an und sprachen Grußworte. Für ein buntes Programm war ebenfalls gesorgt.

Der Tag begann mit einer Andacht der Religionsgemeinschaften, die Pastor Epkenhans von der katholischen Kirche, Pfarrer Schliebener von der evangelischen Kirchengemeinde und Imam Haci Bayin vom Moschee- und Kulturzentrum DITIB Attendorn gestalteten.

Im Anschluss erfolgte im eigens für die Festivitäten errichteten Zelt der offizielle Teil der Einweihung. Zunächst sorgte „Stimmwerk“, der Chor der Werthmann-Werkstätten, unter der Leitung von Tatiana Hundt für Gänsehaut. Der Chor feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen, und fünf Gründungsmitglieder singen noch heute in den Reihen des Chores. Andreas Mönig, Leiter der Werthmann Werkstätten, ließ es sich nicht nehmen, alle Chormitglieder zum Essen einzuladen: „Zu einem Geburtstag gehört auch ein Geschenk.“ „Werkstätten haben Geschichte und Zukunft“ Den anschließenden Reigen der Grußworte eröffnete Lothar Epe, Vorsitzender des Caritas-Rates: „Es ist geschafft und das ist gut so. Danke an alle, die mitgearbeitet haben und so Arbeit möglich machen. Das ist unser Auftrag für Menschen, die zwar ein Handicap haben, aber auch viele Talente.“ Inklusion sei hier das Schlüsselwort, so Epe. „Die Werthmann Werkstätten haben Geschichte und Zukunft in Attendorn.“

Landrat Frank Beckehoff beglückwünschte allen zu den neuen Räumen. „Es ist wichtig, Arbeit zu haben, auch für Menschen mit Behinderung. Sie ist nicht nur die Grundlage der Inklusion, sie stärkt auch die Unabhängigkeit und das Selbstvertrauen jeden Menschen.“ Beckehoff stellte kurz den Inklusionsplan des Kreises vor. „Eine Arbeitsgruppe befasst sich auch mit dem Bereich Arbeit, denn es ist wichtig, allen Menschen entsprechend ihren Möglichkeiten Arbeit zu geben.“ Erste Ergebnisse werden im kommenden Jahr vorgestellt. Pospischil sagt weitere Unterstützung zu Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil bedankte sich für den „immer freundlichen und strahlenden Empfang“ in der Werkstatt. „Wir sind stolz, so eine Einrichtung wie die Werthmann Werkstatt in Attendorn zu haben. Dabei geht es um mehr als um Arbeit, es geht um Sozialkontakte und Selbstbewusstsein, was die 320 Beschäftigen hier erfahren.“ Pospischil sagte auch für die Zukunft die Unterstützung der Hansestadt zu.

Für diese Unterstützung bedankte sich Christoph Becker, Vorsitzender des Caritasverbandes für den Kreis Olpe, sowohl bei der Stadt wie auch beim Kreis. Mit dieser Hilfe sei es möglich gewesen, den Umbau so schnell und reibungslos umzusetzen. Diese Hilfe und die Hilfe der Handwerker und Beschäftigten hob auch Architekt Hans-Rüdiger Tepe hervor. „Im September vergangenen Jahre gab es die Ausschreibung, und heute sind wir hier. Jeder hat hier alles gegeben, die Handwerker vor Ort, die Beschäftigten und auch die Caritas. Das hat mich sehr beeindruckt. Darauf können Sie stolz sein.“ Zusammen mit seinem Sohn Janik überreichte Tepe anschließend den symbolischen Schlüssel für die Werkstatt.

Nachdem „Stimmwerk“ nochmals für einen musikalischen Höhepunkt und Stand-up-Künstler „Hausmeister Mielke“ für Lacher gesorgt hatten, wurden die neuen Räume in einzelnen Gruppen besichtigt. Außerdem gab die Küche der Werkstatt eine Kostprobe ihres Könnens. Am Nachmittag zum Tag der offenen Tür konnten dann alle, die wollten, die neue Werthmann Werkstatt in Attendorn besichtigen.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: „Es geht um Sozialkontakte und Selbstbewusstsein“