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Attendorn, Attendorn, 17. November 2015

Rivius Gymnasium arbeitet multimedial mit „mBook“ / Pilotprojekt über drei Jahre

Elektronisches Geschichtsbuch

Rivius Gymnasium nutzt elektronisches Geschichtsbuch
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Der Geschichtsunterricht am Attendorner Rivius Gymnasium ist besonders modern – und sogar multimedial: Die Schule ist eines von insgesamt 38 Gymnasien in Nordrhein-Westfalen, die im Rahmen eines Pilotprojektes mit dem „mBook“ arbeiten. Die Schüler haben Spaß an dem elektronischen Geschichtsbuch, zugleich aber auch Verbesserungsvorschläge.

„Das mBook wurde in Bayern an der Universität Eichstätt-Ingolstadt entwickelt und an ausgesuchten Gymnasien im Land NRW eingesetzt“, erklärt Schulleiter Rudolf Hermanns. Der Testlauf ist ein Kooperationsprojekt der Medienberatung NRW mit dem Institut für digitales Lernen. Ziel des Vorhabens: die Wirksamkeit digitaler Lernangebote auf kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung und auf die Förderung der dafür notwendigen Lehrerkompetenzen zu erproben.
Sie testen das digitale Geschichtsbuch: Dennis Kremer, Nico Wurm, Lea Schneider und Johanna Pfeiffer.
Das Pilotprojekt läuft über drei Jahre. Kürzlich ist das multimediale Geschichtsbuch mit dem deutschen „eBook Award 2015“ in der Kategorie „Nonfiction“ ausgezeichnet worden, der auf der Frankfurter Buchmesse vergeben wurde. Personalisiertes Lernen und Speichern Hautnah damit gearbeitet haben Dennis Kremer, Nico Wurm, Lea Schneider und Johanna Pfeiffer. Sie alle besuchen die zehnte Klasse und durften schon seit dem vergangenen Jahr das „mBook“ benutzen. Immer in Zweier-Gruppen arbeiten sie an einem PC. „Es wäre schön, wenn wir zukünftig für jeden Schüler ein eigenes Tablet hätten“, wünscht sich Wiebke Boecker, „dann wäre das Arbeiten noch effizienter für den einzelnen Schüler.“

Jeder Schüler kann in seinem Exemplar des „mBooks“ Aufgaben bearbeiten, Markierungen vornehmen oder eigene Notizen einfügen. Diese Personalisierungen sind jedoch von anderen Personen nicht einzusehen. Auf diese Weise soll eine langfristige Dokumentation des Lernprozesses entstehen, die schuljahrsübergreifende thematische Wiederholungsprozesse auf der Grundlage eigenständig erarbeiteter Materialien ermöglicht. Lehrstoff per Klick abrufbar „Manchmal funktionierte das Einloggen nicht reibungslos“, macht Lea Schneider noch einen Verbesserungsvorschlag. Johanna Pfeiffer wünscht sich eine Zusammenfassung nach dem jeweiligen Kapitel. Doch alle vier sind sich einige: „So macht Geschichtsunterricht auf jeden Fall mehr Spaß als in den Jahren zuvor. Außerdem kann man jederzeit durch einen Klick auf den Stoff der Jahrgänge zuvor zurückgreifen.“
Haben noch Verbesserungsvorschläge: Lea Schneiderund Johanna Pfeiffer.
Außerdem sind Schüler und Lehrer miteinander vernetzt: Jeder PC ist mit dem Beamer im Klassenraum verbunden, sodass Unterrichtsergebnisse für alle sichtbar gezeigt werden können. „Frontalunterricht war gestern, heute ist der Lehrer der Berater“, erklärt Wiebke Boecker.

Am Samstag, 28. November, lädt das Rivius Gymnasium von 9 bis 13 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Hierbei wird auch der Unterricht mit dem „mBook“ vorgestellt.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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