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Attendorn, Attendorn, 5. Juni 2016

Schützengesellschaft: Übergabe der neuen Schmuckscheibe und der Königsplakette

Eingeprägte Erinnerungen an die Steubenparade

Hauptmann Sascha Koch bei der Übergabe der Scheibe und Plaketten von Georg Schüttler und Andreas Epe.
Hauptmann Sascha Koch bei der Übergabe der Scheibe und Plaketten von Georg Schüttler und Andreas Epe.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
„Unser Schützenfest fängt an, wenn die Königskompanie ihr Pokalschießen hat.“ Dieses Zitat des langjährigen Vorsitzen Johannes Höffer ist zweifelsohne zeitlos. So findet alljährlich beim Pokalschießen der Königskompanie der Schützengesellschaft Attendorn auch die Übergabe der neuen Schmuckscheibe und der Königsplaketten statt, in diesem Jahr vorgenommen von Vogelkönig Georg Schüttler und Scheibenkönig Andreas Epe.

Zunächst stellte Georg Schüttler seine Königsplakette vor, die aus 925 Sterlingsilber vom Goldschmiedemeister Norbert Hamm angefertigt worden war. Die Plakette hat die Form des Wappens der Freiwilligen Feuerwehr der Hansestadt Attendorn und zeigt damit Schüttlers 40-Jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr Attendorn. Hier ist er außerdem seit acht Jahren Leiter der Wehr im Stadtgebiet.

„Das erklärt auch den Halbmond auf der Vorderseite, der im Stadtwappen der Hansestadt an gleicher Stelle vorhanden ist“, erklärte der amtierende Vogelkönig, „Weiter ist auf der Vorderseite eine modern stilisierte Nachbildung der Freiheitsstatue von New York mit einem entsprechenden Hinweis auf die Steubenparade 2015, an der wir gemeinsam mit Attendorner Schützen als Vogelkönigspaar teilnehmen durften.“ Familie und Unternehmen eingeprägt Oben auf der Vorderseite befindet sich die Inschrift „Vogelkönig 2015“ und unten der Name Georg Schüttler. Der Rahmen, das Kreuz und die Symbole sind hervorgehoben, die Schrift ist eingraviert. Auf der Rückseite ist der Rahmen ebenfalls erhöht, aber breiter ausgeführt. Eingraviert ist der Schriftzug „Vogelkönigspaar 2015 Georg & Regina Schüttler mit Eva, Peter und Anna“. „Hier sind neben meiner Frau auch unsere gemeinsamen Kinder erwähnt. Weiter ist mein Firmenlogo, dessen Inhaber ich bin, untergebracht“, erläuterte Schüttler und zeigte den Firmennamen „Schüttler Elektromaschinenbau GmbH & Co. KG“, gegründet 1967 durch Vater Tonis Schüttler (Scheibenkönig 1979) mit Sitz in Attendorn. Das Logo zeigt einen Symbolisierten Läufer eines Elektromotors in der Form des Buchstaben „S“ wie in Schüttler.
Im Anschluss stellte Scheibenkönig Andreas Epe seine Schmuckscheibe und Königsplakette vor. Die Schmuckscheibe zeigt auf der Vorderseite als Motiv die Skyline von New York. „Die Idee stammt natürlich aus der unvergesslichen Reise zur Steubenparade nach New York“, so Andreas Epe. „Mir war auch klar, dass die Scheibe vom Material und der Herstellung moderner gestaltet werden muss.“ Daher ist der Grundträger nicht wie üblich auch Holz, sondern aus Aluminium. Die Konturen sind gefräst und nachträglich geschliffen worden. Das Motiv ist direkt auf das gebürstete Aluminium gedruckt worden. Das Motiv der Rückseite, das Symbol eines Rades, soll die Autoindustrie darstellen, in der Andreas Epe arbeitet.
Die Königsplakette von Andreas Epe, ebenfalls aus der Werkstatt von Goldschmied Norbert Hamm, zeigt auf der Vorderseite die heilige Mutter Anna mit Maria und der Aufschrift: „Heilige Mutter Anna- zu dir schick ich mein Gebet - 1716“ Nach einer gemalten Vorlage von Ehefrau Barbara Epe wird hier eine Frau gezeigt, die ihr Kind innig im Arm hält und beschützt. „Da die Mutter Anna auch Schutzpatronin der zweiten Kompanie ist und sich dieses Jahr die Erstellung der Mutter Anna Fahne zum 300. Mal jährt, hab ich dieses Motiv für meine Plakette gewählt“, so Epe. Auf der Rückseite steht das Motiv Glaube, Liebe, Hoffnung und der Schriftzug: „Maximilian, Konstantin und Josephine und Scheibenkönig 2015: Andreas und Barbara Epe.“
Der neue Hauptmann Sascha Koch nahm die „Kleinodien“ der beiden amtierenden Könige sowie die neue Schmuckscheibe des Scheibenkönigs entgegen. Damit werden auch diese beiden Plaketten und die Schmuckscheibe einst Zeugnis über die Verbundenheit der Könige zur Stadt Attendorn, vor allem aber zur Schützengesellschaft dokumentieren.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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