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Attendorn, Attendorn-Ennest, 26. Dezember 2015

Einfach, aber genial: Daffy Boards

Einfach, aber genial: Daffy Boards
Sie sind hipp, ermöglichen das Training fast an jedem Ort und sind absolut angesagt, wenn man seine Balance trainieren will: Daffy Boards – Made in Ennest.

Wie so viele große Ideen, ist auch diese simpel, aber genial. Der Haken an der Sache: Man muss die Idee nur haben.

Wir schreiben das Jahr 1997. Ostern in Ennest. Das Wetter ist typisch sauerländisch und eine Gruppe junger Burschen hat Langeweile. Einer von ihnen ist Raphael Reuber. „Wir sind schließlich in die Werkstatt meines Vaters gegangen und haben angefangen rumzubasteln.“ Raphael Reuber, damals aktiver Triathlet, ist außerdem noch begeisterter Skater, Snowboarder und Surfer. „So entstand dann aus einem Stück Holz und einem Rohr, das ein Kumpel besorgt hatte, ein Balance Board.“ Das war die Geburtsstunde des Daffy Boards.
Raphael Reuber bei der Herstellung seiner Boards.
Doch bis es ein echter Hit wurde, vergingen Jahre. „Ich habe immer mal wieder so ein Board für Freunde gebaut und verschenkt“, erinnert sich der heute 36-Jährige an die Anfänge. Schließlich wurden die Boards bemalt oder bedruckt und war in den Skater- und Surferkreisen das absolute Highlight.
Überall kann mit den Boards trainiert werden.
Raphael Reuber, mittlerweile in Köln wohnhaft, aber in Ennest noch um seine Brötchen zu verdienen, erstellte erst einmal eine Facebookseite für sein Daffy Board Fangemeinde und die wuchs stetig. Der absolute Durchbruch kam schließlich mit einem eigenen Stand bei der Gamescom in Köln. „Durch einen Freund hatte die Möglichkeit, meine Ideen einem großen Publikum zu zeigen.“
Inzwischen gibt es mehr als 58 Motive.
Was dann folgte, hätte Raphael Reuber in seinen kühnsten Träumen nicht gedacht. „In diesem Jahr war ich in ganz Deutschland auf 27 Messen und Ausstellungen mit meinem Board“, strahlt er über das ganze Gesicht. Dabei wird die Fangemeinde, die ihn unterstützt, immer größer. Künstler erstellen Motive für sein Board, Fotographen machen Bilder für ihn. In seiner Halle hat er einen Treffpunkt für Fans und Freunde mit einer Halfpipe gebaut. Hier kann man chillen, sich treffen und auch neue Ideen werden hier geboren. Und der TÜV hat die Boards mittlerweile auch geprüft und abgesegnet.
Auch bei Kindern sind die Boards angesagt.
„Ich habe mittlerweile 58 verschiedene Motive für die Daffy Boards. Neben Skatern und Surfern nutzen sie auch Kindergärten, Physiopraxen und Fitnessstudios“, freut sich ihr Erbauer. „Sportler können sich so fit machen für die bevorstehende Snowboard- oder Surf-Saison. Bei dem Training mit dem Daffy Board werden Muskeln angesprochen, die im Alltag fast in Vergessenheit geraten sind. Außerdem ist es ganz einfach: Auf das Daffy Board draufstellen und Spaß haben. Von der ersten Minute an passen sich die Muskeln an den instabilen Stand an und gleichen die Unsicherheiten aus. Man braucht kein Profisportler sein um auf einem unserer Balance Trainer stehen zu können.“
Auch zur Weihnachtszeit die richtige Wahl.
Und warum heißen die Boards Daffy Boards? „Daffy ist mein Spitzname aus dem Kindergarten. Und was man im Sauerland einmal für einen Namen hat, der bleibt.“
Wer es einmal ausprobieren will, kann gern in Ennest, Dieselstraße 9 (Türklingel Promo S) vorbeikommen. „Montags und mittwochs von 16 bis 21 Uhr bin ich meistens dort. Außerdem kann man mich auch über Handy erreichen (Tel. 01 51 / 43 20 77 72).“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Einfach, aber genial: Daffy Boards