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Attendorn, 23. November 2016

Ein Apfel am Tag – die beste Medizin?

Ein Apfel am Tag – die beste Medizin?
Foto: HELIOS Klinik Attendorn
Attendorn. Der Herbst ist Apfelzeit – jetzt sind die bunten Vitaminbomben frisch vom Baum zu haben. Des Deutschen liebstes Obst gibt es das ganze Jahr zu kaufen, da sich der Apfel ausgesprochen gut lagern lässt. Stimmt es, dass ein Apfel am Tag reicht, um gesund zu bleiben? Wir haben den Ernährungsexperten der HELIOS Klinik Attendorn, Chefarzt Dr. med. Martin Vielhauer gefragt.

Äpfel enthalten diverse Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – diese Stoffe sorgen für unsere Gesundheit und tragen zum Wohlbefinden bei. Mit einem jährlichen Konsum von rund 20 Kilo ist der Apfel das meistverzehrte Obst. Äpfel liefern  unserem Körper die Baustoffe für viele wichtige Stoffwechselvorgänge und Zellaktivitäten. Hinzu kommt, dass Apfel essen helfen kann, das Gewicht zu reduzieren, den Stoffwechsel zu regulieren, den Cholesterinspiegel zu senken, Schadstoffe zu binden und so einem Herzinfarkt oder anderen Gefäßerkrankungen vorzubeugen. Wie viele Äpfel sollten gegessen werden?  „Ein Apfel allein reicht nicht aus, um gesund zu bleiben“, weiß Dr. Vielhauer und empfiehlt, bis zu fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag zu essen. „Es dürfen auch gerne mal zwei Äpfel sein. Die vielfältigen Gesundheitsvorteile zeigen sich auch darin, dass der regelmäßige Verzehr von Äpfeln die Verdauung anregt, dabei wirken sich die im Apfel enthalten Ballaststoffe positiv auf die Darmbakterien aus. Keine Angst vor zu viel Säure: Das Pektin im Apfel verhindert zuverlässig, dass es zu Durchfällen kommt“, so der Gastroenterologe. Welche Apfelsorte ist am gesündesten?  Im Supermarkt gibt es mit Jonagold, Boskop, Braeburn über Elstar, Gloster oder Pink Lady viele verschiedene Sorten, die sich zwar in der Süße, aber erstaunlicherweise kaum in ihrem Zuckergehalt unterscheiden. Hier gilt die Regel: Rote Äpfel haben einen höheren Anteil an Vitamin C als grüne, welche ihrerseits durch das Chlorophyll in der Schale länger frisch bleiben. Daher rät der Experte: „Vor dem Essen den Apfel besser nicht schälen, denn die meisten Vitamine sitzen direkt unter der Schale. Deshalb empfiehlt sich der Kauf von Bio-Äpfeln - oder man sollte vor dem Essen die Schale sehr gut abwaschen, um die Pestizide zu entfernen.“

Durch seinen hohen Kohlenhydratanteil, das geringe Fett und nur wenig Eiweiß ist der Apfel ein gesunder Energielieferant für den Tag und hilft gegen Müdigkeitstiefs und Konzentrationsschwächen. Wann sollte man mit Äpfeln vielleicht vorsichtig sein?„Nur, wer eine Fruktose-Intoleranz hat, sollte bei Äpfeln nicht zu stark zugreifen und nicht zu große Mengen an Obst auf einmal essen. Denn der Körper kann dann die großen Mengen Fruchtzucker nicht richtig verdauen und in die Blutbahnen aufnehmen. In der Folge entstehen Gase, die der Körper nur noch über Blähungen loswerden kann. Sollte der Verdacht auf eine Fruktose-Intoleranz bestehen, sollten Sie dies möglichst bald von einem Arzt abklären lassen. Auch Menschen mit einer Diabetes-Erkrankung sollten aufpassen, da durch den Verzehr von Obst der Blutzuckerspiegel schnell steigen kann.“ (LP)

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